Bremen – Nach dem 3:1-Erfolg im Nordderby gegen den Hamburger SV reist Werder Bremen mit neuem Selbstvertrauen zum VfB Stuttgart. Trainer Daniel Thioune warnt jedoch davor, den Gegner aufgrund des anstrengenden DFB-Pokal-Halbfinals zu unterschätzen. Die Schwaben hatten sich am Donnerstagabend erst in der Verlängerung mit 2:1 gegen den SC Freiburg durchgesetzt und das Endspiel gegen den FC Bayern München erreicht.
Thioune erwartet starke Stuttgarter
„Wir haben gesehen, dass das schon ein bisschen Körner gekostet hat“, sagte Thioune auf der Pressekonferenz vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN). „Aber eine Mannschaft, die europäisch aufgestellt ist und bereits im Europapokal gespielt hat, verfügt über eine große Kaderbreite und Tiefe. Das war in den letzten Minuten gegen Freiburg zu sehen, als eingewechselte Spieler das Spiel noch einmal gedreht haben.“
Derby-Sieg gibt Auftrieb
Der emotionale Sieg gegen den HSV habe bei den Spielern viel Ballast abfallen lassen, so Thioune. Dennoch ist Werder als Tabellen-15. noch nicht gerettet: Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Die verbleibenden vier Spiele sind entscheidend im Abstiegskampf.
Personelle Veränderungen
Kapitän Marco Friedl kehrt nach seiner Rot-Sperre in die Startelf zurück. Auch der lange verletzte Maximilian Wöber könnte eine Option in der Innenverteidigung sein. „Ich habe jetzt auf der Position die Qual der Wahl“, freut sich Thioune. „Es wird eine harte Entscheidung, wenn der eine oder andere nicht spielt – das ist aber eher ein Segen, als sich wie vor ein paar Wochen Gedanken machen zu müssen, wen ich überhaupt aufstelle.“
Neben den Langzeitverletzten Julian Malatini, Wesley Adeh, Keke Topp, Mitchell Weiser und Torwart Karl Hein fehlen in Stuttgart auch der angeschlagene Felix Agut sowie die gelb-gesperrten Leonardo Bittendourt und Marco Grüll. Doppel-Torschütze Jens Stage soll durch gesteuerte Belastung bis Sonntag fit gemacht werden.
Blick nach vorne
Während Stuttgart von der Euphorie des Pokal-Endspiels profitiert, setzt Werder auf die positive Energie aus dem Derby. Ein weiterer Sieg könnte den Klassenerhalt deutlich näher bringen.



