St. Pauli braucht wieder Knaller-Kaars: Holländer seit elf Spielen ohne Tor
St. Pauli braucht wieder Knaller-Kaars

Es war sein bestes Spiel im St.-Pauli-Trikot. Im Hinspiel gegen Heidenheim sorgte Martijn Kaars (27) mit einem Doppelpack für den 2:1-Sieg. Seitdem kam nur ein weiteres Tor per Elfmeter hinzu (1:1 gegen Leipzig). Die vergangenen elf Partien blieb der Niederländer erfolglos. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) steht das Rückspiel an. Wird Kaars gegen Heidenheim wieder zum entscheidenden Faktor?

Torflaute beim Rekordtransfer

Kaars wechselte im Sommer 2024 für rund vier Millionen Euro Ablöse von Magdeburg nach St. Pauli – der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Beim Zweitligisten traf er in 38 Pflichtspielen 23 Mal. In der Bundesliga konnte er die Erwartungen bisher nicht erfüllen: Neben drei Liga-Toren erzielte er zwei im Pokal. Zuletzt brachte ihn Trainer Alexander Blessin (52) meist nur als Einwechselspieler.

Blessin fordert mehr als nur Tore

„Ich führe weiterhin mit ihm viele Gespräche. Er weiß, was ich von ihm erwarte, von daher ist er bereit. Das heißt, wenn er zum Einsatz kommt, dann gibt er Gas“, erklärte Blessin. Der Coach bewertet Kaars nicht allein an Toren, sondern erwartet gutes Anlaufen, Tiefenläufe und Durchsetzungsvermögen. Beim letzten Startelf-Einsatz (60 Minuten beim 1:1 bei Union Berlin) blieb Kaars blass.

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Mögliche Rückkehr in die Startelf

Durch die schwere Knieverletzung von Angreifer Mathias Pereira Lage (29) könnte Kaars am Wochenende wieder in der ersten Elf stehen. Dann, wenn Blessin hinter der Spitze Andréas Hountondji (23) die offensivere Variante wählt. „Es kann aber auch eine mit mehr spielerischer Qualität sein. Da müssen wir gucken, was besser passt. Wir haben da zwei Versionen im Hinterkopf“, so der Trainer. Die zweite und wahrscheinlichere Option: Joel Fujita (24) kehrt nach seiner Gelb-Sperre ins Team zurück.

Dringender Sieg notwendig

St. Pauli gewann die letzten vier Spiele in Heidenheim. Diesmal brauchen die Kiezkicker den Sieg besonders dringend, um den Rückstand auf den Rettungsplatz 15 (fünf Punkte) zu verkleinern und den Abstand nach unten auf Wolfsburg (zwei Zähler) zu stabilisieren. Ein Knaller-Kaars-Auftritt könnte dabei sehr hilfreich sein.

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