Smart fortwo: Das perfekte City-Auto im TÜV-Check
Die Stadtauto-Ikone Smart fortwo kehrt voraussichtlich noch in diesem Jahr als Smart #2 zurück. Unterdessen bewähren sich die letzten beiden Generationen bei der Hauptuntersuchung. Der Überblick aus dem aktuellen TÜV-Report zeigt: Der Kleine ist ein zuverlässiger Begleiter, doch es gibt einige Schwachstellen.
Smart fortwo (3. Generation, Typ 453)
Das ist er: Ein Smart, wie er sein sollte. Wendig, praktisch, im gewohnten Kleinstformat, allerdings breiter (1,66 m) und höher (1,55 m). Vorteil: bessere Fahreigenschaften und Platzverhältnisse. Ein Doppelkupplungsgetriebe sorgt endlich für nahtlose Gangwechsel. Standardmäßig ist ein manuelles Fünfganggetriebe an Bord. Nur die Brabus-Versionen nutzen serienmäßig die Doppelkupplung. Die neuen Antriebe und das gut abgestimmte Fahrwerk verbessern den Fahrkomfort. ABS, ESP und fünf Airbags sind Serie. Die markante Kurzhaube des Typs 453 ist den verschärften Anforderungen des Fußgängerschutzes geschuldet. Die dritte Generation wurde von 2014 bis 2024 gebaut. Als Elektro-Version heißt der fortwo seit 2018 Smart EQ. Gut erhaltene Gebrauchte starten etwa bei 5500 Euro.
Das kann er: Enge Kurven, schmale Straßen meistern und in Mini-Parklücken schlüpfen. Zum Start gab es zwei Dreizylinder-Benziner (1.0 mit 71 PS, 0.9 Turbo mit 90 PS). Anfang 2015 folgte ein 1,0-Liter mit 61 PS. Im Brabus Ultimate sind es 125 PS. Der Diesel entfiel, dafür gab es von 2017 bis Anfang 2024 wieder einen Elektro-Smart (mit 82 PS).
Das macht Ärger: Ruckelnde Motoren durch marode Lambdasonden und Magnetventile; Turboausfälle wegen defekter Wastegate-Steuerungen; defekte Pedalsensoren. Rückrufe betrafen unter anderem die Handbremse, den Ausfall des Notbremsassistenten und das sich lösende Fahrzeugdach.
Smart fortwo (2. Generation, Typ 451)
Das ist er: Gewachsen um 20 Zentimeter und insgesamt erwachsener. Der Innenraum profitiert vom Wachstum, doch das mit dem Vorgänger etablierte Querparken wird schwieriger. Sicherheit geht vor: Generation zwei bringt ESP und Bremsassistent mit. Auch das Interieur ist etwas besser verarbeitet als beim Vorgänger. Auf Wunsch gibt es zudem ein Navi mit großem Display und Bluetooth-Funktion. Die zweite Generation wurde von 2007 bis 2014 produziert. 2012 gab es ein Facelift. Gebrauchtpreise beginnen bereits bei etwa 1500 Euro.
Das kann er: Weniger stark nicken beim Gangwechsel. Das automatisierte Schaltgetriebe wurde deutlich verbessert. Kräftigere Motoren erfreuen die Besitzer, beim Fahrkomfort besteht aber noch Luft nach oben. Seit 2012 fährt er auch elektrisch, seit 2009 leistet der Diesel 54 statt 45 PS und hat einen Partikelfilter serienmäßig.
Das macht Ärger: Der ADAC meldet viele Pannen unter anderem wegen Getriebe, Antriebsriemen und Kupplung; klappernde Lenkungen und pfeifende Gebläsemotoren nerven. Schwer aufspürbare Lecks der Klimaanlage machen häufiges Neubefüllen des Systems nötig; der Regensensor killt die Batterie. Mehrere Rückrufe, etwa weil sich Dach und Windschutzscheibe lösen konnten.
Fazit: In fast allen Jahren besser als der Schnitt
Der Smart ist und bleibt das perfekte City-Car. Das seltsame Verhalten des Großstädters zur Prüfungszeit zeigt sich in Mängeln an Achsaufhängungen und Abgasanlage. Mit Ausnahme des Ölverlusts schneidet der ältere 451 bei der HU sogar besser ab als der Nachfolger. Dennoch können sich Fans eines zuverlässigen Kumpels erfreuen, denn die Zahl mängelfreier fortwo toppt in fast allen Jahren den Schnitt.
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