Zwei Giganten aus Zuffenhausen zeigen, wie schnell Luxus sein kann. Der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid und der Taycan Turbo GT sind mehr als nur Statussymbole. Sie sind Rekordjäger auf vier Rädern, jeder auf seine Weise. Nach Erfolgen auf der Nordschleife drücken beide nun auch dem Lausitzring ihren Stempel auf.
Zwei Welten auf der Rennstrecke
Mit knapp 2,3 Tonnen Gewicht und einem Preis von rund 250.000 Euro sind der Panamera und der Taycan keine Leichtgewichte. Doch auf dem Nürburgring zeigen sie zuvor schon, was in ihnen steckt. Der Taycan Turbo GT hielt ein Jahr lang den Rekord als schnellste E-Limousine, bis er vom Xiaomi SU7 Ultra mit 1548 PS überholt wurde. Der Panamera ist bisher der König der Verbrenner-Limousinen – bleibt abzuwarten, wann BMW mit einem neuen M5 CS angreift.
Rekordschnell, aber unterschiedlich. Der Taycan, ein Leichtbau mit Weissach-Paket und Track-Bereifung, gegen den Panamera, eine Oberklasse-Limousine mit allem Drum und Dran. Der Taycan schafft die Nordschleife in 7:07,55 Minuten, der Panamera in 7:24,17 Minuten. Doch im Alltag punktet der Panamera mit Vielseitigkeit und Komfort.
Panamera: Verbrenner-Kraft mit Eleganz
Im Panamera spürt man sowohl das Gewicht als auch den Einfluss des Aktivfahrwerks deutlich intensiver. Der Panamera bietet insgesamt 599 PS aus seinem V8-Motor, wobei die Kraftentfaltung harmonisch ist. Von 0 auf 100 km/h in 2,7 Sekunden, bis 300 km/h braucht er 26,2 Sekunden. Ein beeindruckendes Paket!
Taycan: Elektrische Power
In Kurven dürfte man sich noch immer schwertun, ein fahraktiveres und/oder gripstärkeres E-Auto zu finden. Der Taycan Turbo GT beeindruckt mit 1034 PS Overboost-Leistung seiner E-Motoren und erreicht 100 km/h in 2,2 Sekunden. Und mit 20,1 Sekunden reißt er die 300 km/h noch immer genauso schnell wie ein McLaren 750S. Doch seine volle Leistung steht nur beim Blitzstart zur Verfügung. Aus dem Rollen heraus kann er für maximal zehn Sekunden „nur“ 951 PS abrufen (Attack Mode). Und andererseits kickt der Strom eben umso verhaltener, je mehr das Tempo klettert. Ganz anders der Panamera, der jenseits der 200 km/h erst so richtig in sein Wohlfühlfenster kommt. Die längsdynamische Imposanz der beiden ist ähnlich hoch, nur eben auf unterschiedliche Art und Weise.
Unterschiedliche Stärken auf der Strecke
Der Panamera zeigt auf der Strecke seine Vielseitigkeit. Er lenkt präzise ein, bleibt stabil und nimmt auch Curbs mühelos. Dafür fühlt er sich aber auch bei aller Beweglichkeit ein gutes Stück fülliger an – im Gewicht ebenso wie in seinen Abmessungen. Der Taycan hingegen bietet ein präzises, schlankes Handling, das selbst bei nachlassenden Reifen konstant bleibt. Doch die Dosierbarkeit der Leistung am Kurvenausgang ist knifflig.
Der Taycan ist am Ende das deutlich konsequentere und auch entsprechend schnellere Tracktool. Der Reiz des Panamera liegt in seiner grandiosen Spreizung – dieses Auto kann wirklich fast alles.
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