Unterhaching verzichtet auf Drittliga-Aufstieg aus wirtschaftlichen Gründen
Haching verzichtet auf Drittliga-Aufstieg

Der ehemalige Fußball-Bundesligist SpVgg Unterhaching hat offiziell auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga verzichtet. Der Verein aus dem Münchner Vorland belegt in der Regionalliga Bayern aktuell den zweiten Tabellenplatz, hinter der Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg. Trotz der sportlich starken Position sehen die Verantwortlichen die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Aufstieg nicht als gegeben an.

Wirtschaftliche Stabilität als Grundvoraussetzung

Vereinspräsident Manfred Schwabl äußerte sich deutlich zu der Entscheidung: „Wir müssen realistisch sein und feststellen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Wiederaufstieg nicht gegeben sind. Die wirtschaftliche Stabilität ist aber die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft.“ Der Drittliga-Absteiger, der in der Vorsaison den Gang in die Viertklassigkeit antreten musste, wird somit auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern antreten.

Auswirkungen auf die Konkurrenz

Da auch der Tabellenführer 1. FC Nürnberg II keinen Lizenzantrag für die 3. Liga gestellt hat, profitieren nun die Würzburger Kickers vom Verzicht Hachings. Die Unterfranken belegen den dritten Rang und müssen nun in die Relegation gegen den Meister der Regionalliga Nordost einziehen. Für die Würzburger bietet sich damit eine zusätzliche Chance auf den Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse.

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Enttäuschung bei Mannschaft und Fans

Schwabl räumte ein, dass die Entscheidung schwerfällt: „Für die Mannschaft, das Trainerteam und unsere Fans ist das nach der starken Leistung in dieser Saison natürlich eine Enttäuschung.“ Dennoch betonte er die langfristige Perspektive: „Die Perspektive auf einen Aufstieg in Liga drei in den nächsten Jahren werden wir aber nicht aus den Augen verlieren.“ Unter der Leitung von Trainer Sven Bender, dem ehemaligen Bundesligaprofi, hatte das Team eine solide Saison gespielt und sich zwischenzeitlich sogar Aufstiegshoffnungen machen dürfen.

Der Verzicht auf den Aufstieg ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Vereins, der Wert auf finanzielle Nachhaltigkeit legt. In den vergangenen Jahren hatten mehrere Drittligisten mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, weshalb Haching nun bewusst auf Nummer sicher geht. Die Entscheidung dürfte auch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf Verständnis stoßen, die eine solidere wirtschaftliche Basis im Profifußball fordern.

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