Beim letzten Duell mit Paris begeisterten die Bayern. Warum es diesmal schwieriger wird. PSG sei überrollt worden, urteilte die französische Presse. Das war nach dem 2:1-Sieg der Bayern im November. Die Analyse zeigt, warum die Münchner damals so überlegen waren. Und wieso es nun im Halbfinale ganz anders laufen könnte. Aus Paris berichtet Danial Montazeri.
Die Ausgangslage
Der FC Bayern München trifft heute im Halbfinale der Champions League auf Paris Saint-Germain. Das Hinspiel in der Gruppenphase endete mit einem 2:1-Erfolg der Münchner. Doch die Ausgangslage hat sich verändert. PSG präsentiert sich in dieser Saison stabiler und hat aus den Fehlern gelernt.
Taktische Analyse des Hinspiels
Im November überrollten die Bayern PSG mit einer intensiven Pressingstrategie. Die Münchner erzwangen früh Ballverluste und schalteten schnell um. Besonders die Außenverteidiger von PSG hatten große Probleme mit den läuferisch starken Flügelspielern der Bayern. Joshua Kimmich und Leon Goretzka kontrollierten das Mittelfeld und schnürten den gegnerischen Spielaufbau ein.
Warum es diesmal anders laufen könnte
PSG hat personell aufgerüstet und taktisch umgestellt. Trainer Luis Enrique setzt nun auf eine kompaktere Defensive und schnellere Umschaltmomente. Zudem ist Kylian Mbappé in Topform und stellt die bayerische Abwehr vor eine große Herausforderung. Die Münchner müssen zudem auf einige verletzte Stammkräfte verzichten, was die Personaldecke dünner macht.
Die französische Presse lobte nach dem Hinspiel die Überlegenheit der Bayern, sieht aber nun eine ausgeglichenere Partie. PSG sei gewarnt und werde nicht noch einmal überrollt werden. Die Münchner müssen eine ähnlich konzentrierte Leistung wie im November abrufen, um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erlangen.
Das Halbfinale verspricht Spannung pur. Beide Teams haben das Zeug, ins Finale einzuziehen. Das Hinspiel in Paris wird zeigen, ob die Bayern an die starke Leistung anknüpfen können oder ob PSG diesmal die Oberhand behält.



