Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekommt offenbar ein Darlehen von 100 Millionen Euro vom Sportartikelhersteller adidas. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat das DFL-Präsidium um Sprecher Hans-Joachim Watzke einem entsprechenden Vertrag über acht Jahre mit dem Weltkonzern bereits zugestimmt. Über die Partnerschaft soll der Ligaverband seine 36 Klubs am Dienstag informiert haben.
Hintergrund des Darlehens
Der Kapitalbedarf der DFL ist nicht zuletzt durch den gescheiterten Investorendeal Anfang 2024 groß. Seitdem ist der Ligaverband auf der Suche nach Alternativen, um die Finanzierungslücke zu schließen. Die ersten Gespräche mit adidas sollen bereits im Sommer 2024 stattgefunden haben. Nun gibt es eine konkrete Lösung.
Konditionen des Darlehens
Das Unternehmen aus Herzogenaurach stellt die 100 Millionen Euro für die nachhaltige Weiterentwicklung der Bundesliga bereit. Das Geld geht zwar nicht direkt an die Klubs, diese können jedoch frei über die Verwendung des Betrags durch die DFL entscheiden. Damit sollen Zukunftsprojekte im Rahmen der Zentralvermarktung wie der Schutz vor Piraterie zu Lasten der Pay-TV-Partner sowie die Themen Digitalisierung und Internationalisierung vorangetrieben werden.
Von den 100 Millionen Euro des Darlehens dürfen maximal 20 Millionen Euro pro Saison abgerufen werden. adidas bietet laut des Berichts einen Zinssatz von 1,5 Prozent. Falls das Darlehen in Anspruch genommen wird, müssen laut Bild deutlich weniger als die 100 Millionen Euro plus Zinsen zurückgezahlt werden. Dies liegt daran, dass das Darlehen mit Kooperationsgeschäften wie dem wohl vorzeitig verlängerten Spielball-Deal von adidas und der DFL verrechnet wird.
Auswirkungen auf die Bundesliga
Durch das Darlehen erhält die DFL finanzielle Mittel, um wichtige strategische Projekte voranzutreiben. Die Digitalisierung der Liga und der Kampf gegen Piraterie sind zentrale Anliegen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga zu sichern. Die Internationalisierung soll zudem neue Märkte erschließen und die globale Reichweite des deutschen Fußballs erhöhen. Die Klubs können über die Verwendung der Mittel mitbestimmen, was eine flexible Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse ermöglicht.



