Rad-Talent Kamilla Aasebo kämpft sich nach Horror-Sturz zurück
Rad-Talent nach Horror-Sturz auf dem Weg zurück

Oslo (Norwegen) – „Der Sturz selbst war eigentlich gar nicht so dramatisch“, schreibt Kamilla Aasebo bei Instagram, als sei sie auf dem Gehweg gestolpert. Dabei ist die Nachwuchs-Radfahrerin bei einem Tagesrennen in Frankreich gestürzt und hat sich dabei schwerste Verletzungen zugezogen. Doch die 19-Jährige konnte sich zurück ins Leben kämpfen – und denkt schon wieder daran, aufs Rad zu steigen.

Sturz in der „Hölle des Nordens“

Bei Instagram teilt Aasebo eine ganze Reihe Fotos. Zu sehen ist die junge Frau unter anderem mit XXL-Narbe am Hinterkopf und einhändig auf einem Ergometer strampelnd. Sie schreibt, dass sich ihr Aufenthalt in Frankreich „viel länger hingezogen hat als erwartet“. Dort ist sie bei einem Rennen von Paris nach Roubaix gestürzt. Der gleichnamige Klassiker ist wegen seiner vielen Kopfsteinpflaster-Passagen als Knochenrennen bekannt und wird ehrfurchtsvoll „Hölle des Nordens“ genannt.

Neben Brüchen am Ellbogen und Kiefer war es vor allem eine Hirnblutung, die sich „ziemlich schnell verschlimmert“ hat, sodass Aasebo notoperiert werden musste. Nach zehn Tagen in Lille, „von denen ich mich allerdings nur an fünf erinnern kann“, ist die Nachwuchshoffnung nun wieder im heimischen Oslo angekommen. Hier geht es „nach der Hirnverletzung darum, die Beweglichkeit in meinem rechten Bein wiederzuerlangen“. Das Ziel der Kämpferin ist klar: „Eines Tages werde ich es zum Velodrom in Roubaix schaffen!“

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Deutsche Hilfe bei der Rettung

Kamilla Aasebo weiß, dass sie „großes Glück“ gehabt hat. Sie dankt Mannschaftsarzt Rory Nolan vom Uno-X Mobility Cycling Team und „meinen Eltern, die ununterbrochen an meiner Seite geblieben sind“. Außerdem allen, die ihre Genesung möglich gemacht haben. Dazu zählt auch deutsche Hilfe. Denn: Eines der Instagram-Fotos zeigt, wie die Radsportlerin in einen Jet der DRF Luftrettung geschoben wird. BILD hat wegen des Einsatzes bei den Helfern angefragt, allerdings können aus Datenschutzgründen keinerlei Angaben gemacht werden. Bekannt ist aber, dass die Luftretter auch Patienten über Deutschland hinaus versorgen.

Die junge Athletin zeigt sich trotz der schweren Verletzungen kämpferisch. Auf einem Foto ist sie mit eingebundenem Arm auf dem Ergometer zu sehen, auf einem anderen mit abrasierten Haaren nach der Kopf-OP. Ihr Optimismus und ihre Entschlossenheit, wieder aufs Rad zu steigen, beeindrucken viele Fans und Weggefährten.

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