BVB bricht mit Tradition: Kein Sommertrainingslager 2026
BVB verzichtet auf Sommertrainingslager 2026

Vielen Profis von Borussia Dortmund steht ein intensiver Fußballsommer bevor. Um den Spielern zusätzliche Reisestrapazen zu ersparen, bricht der BVB in diesem Jahr mit einer langjährigen Tradition. Das Sommertrainingslager, das über Jahre hinweg fester Bestandteil der Saisonvorbereitung war, wird es 2026 nicht geben.

Ende einer Ära: Von Bad Ragaz nach Saalfelden und nun nach Dortmund

Jahrelang reisten die Dortmunder Profis regelmäßig in den Schweizer Kurort Bad Ragaz. Doch im vergangenen Jahr war damit Schluss: Den Verantwortlichen wurde der zunehmende Trubel rund um die Mannschaft – begleitet von zahlreichen Fans – schlicht zu viel. Sowohl das Stammhotel „Grand Resort“ als auch der Ort selbst zogen die Reißleine. Daraufhin wichen die Dortmunder im vergangenen Sommer nach Saalfelden in Österreich aus. Die Bedingungen dort waren allerdings aufgrund tagelangen Dauerregens alles andere als ideal und nur bedingt zufriedenstellend. Dennoch ist dies nicht der Hauptgrund dafür, warum der BVB in diesem Sommer neue Wege einschlägt.

WM als Hauptgrund: Enorme Belastung für Nationalspieler

Erstmals seit langer Zeit wird Borussia Dortmund vollständig auf ein Sommertrainingslager verzichten – und das, obwohl Trainer Niko Kovač grundsätzlich ein Befürworter solcher Maßnahmen ist. Bereits im Winter hatte er auf ein kurzes Trainingslager in Marbella gedrängt. Stattdessen bereitet sich die Mannschaft diesmal in Dortmund selbst auf die kommende Saison vor. Hauptgrund dafür ist die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Ein Blick auf die deutschen Nationalspieler verdeutlicht die enorme Belastung: Die DFB-Auswahl trifft sich kurz nach Saisonende bereits am 25. Mai und reist am 2. Juni von Frankfurt weiter nach Chicago, wo ein Kurztrainingslager inklusive Testspiel gegen die USA ansteht. Einen Tag später, am 7. Juni, geht es weiter ins Teamcamp nach Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Sollte die Mannschaft das Finale am 19. Juli erreichen, wären die Spieler knapp 60 Tage ununterbrochen unterwegs.

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Enge Zeitplanung: Urlaub und Testspiele

Der BVB plant, seinen Nationalspielern im Anschluss rund drei Wochen Urlaub zu gewähren – ein eng getakteter Zeitplan, der kaum Spielraum lässt. Fest terminiert sind bereits ein Testspiel gegen den Nachbarn RW Oberhausen am 18. Juli sowie die anstrengende Asienreise ab Ende Juli. Der Trip nach Tokio und Osaka bringt hohe Reisestrapazen mit sich. Durch die Vorbereitung am heimischen Standort sollen zusätzliche Belastungen möglichst vermieden werden.

Blick auf die Saison: DFB-Pokal und Bundesligastart

Die erste Runde des DFB-Pokals ist für den Zeitraum vom 21. bis 24. August angesetzt, die traditionelle Saisoneröffnung im Signal Iduna Park soll am Wochenende zuvor stattfinden. Am 28. August fällt schließlich der Startschuss für die neue Bundesliga-Saison. Der dicht gedrängte Terminkalender zeigt: Für Urlaub und Familie bleibt vielen BVB-Profis kaum Zeit. Umso mehr bemüht sich der Verein, zumindest an anderer Stelle Entlastung zu schaffen – und geht dafür in diesem Sommer bewusst neue Wege.

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