Es wurde zwar nichts mit dem ersten Auswärtssieg im Jahr 2026 – doch Borussia Mönchengladbach konnte am Ende mit dem 0:0 beim Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg ganz gut leben. Durch das Unentschieden vergrößerte sich der Vorsprung auf den Relegationsrang 16 auf nun sechs Punkte. Ein Vorsprung, den die Fohlen in den letzten drei Saisonspielen eigentlich nicht mehr verspielen können.
Starke erste Halbzeit, aber fehlende Kaltschnäuzigkeit
Zumindest in den ersten 45 Minuten spielten die Gladbacher keineswegs wie ein Absteiger. Das sah auch Trainer Eugen Polanski (40) so: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir haben zunächst druckvoll agiert und haben nur wenig zugelassen. Dementsprechend ist es schade, dass wir vor dem Tor nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit und Ruhe ausgestrahlt haben, um ein Tor zu erzielen und uns zu belohnen. In der zweiten Halbzeit hat man dann beiden Mannschaften angemerkt, dass es auch ein wenig Kopfsache war. Mit Blick auf die Ergebnisse auf den anderen Plätzen ist es sicherlich ein Punktgewinn.“
Polanski wehrt sich gegen Spekulationen
Polanski wird bis zum Saisonende definitiv auf der Bank sitzen, das hatte Rouven Schröder (50) bereits klargestellt. Der Sport-Boss hatte allerdings auch angekündigt, dass nach der Bundesliga-Saison eine knallharte Saisonanalyse stattfinden wird, in der alles auf den Tisch kommen soll – auch die Arbeit des Trainers, der noch einen Vertrag bis 2028 hat. Polanski selbst kämpft bereits gegen die Trennungs-Spekulationen: „Ich lese sehr wenig Presse, dementsprechend habe ich die Spekulationen bisher gar nicht so mitbekommen. Ich habe den Job angetreten, um Borussia in der Liga zu halten. Ich glaube, dass wir da auf einem guten Weg sind. Es sind Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ich bin zufrieden mit dem Spiel heute.“
Selbstbewusstsein für die Zukunft
Und weiter: „Ich bin tatsächlich so selbstbewusst, dass ich sage, ich erledige meinen Job bei Borussia – und ich dann auch nächstes Jahr hier Trainer bin.“ Mit dieser klaren Ansage stellt sich der 40-Jährige gegen die Gerüchte, die um seine Zukunft kursieren. Die Mannschaft hat unter seiner Führung einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, doch die endgültige Entscheidung über seine Zukunft fällt erst nach der Saison.



