Deutschland meldet Nato Rekordausgaben von 124,7 Milliarden Euro
Nato: Deutschland meldet Rekordausgaben von 124,7 Mrd. Euro

Deutschland hat der Nato für das laufende Jahr Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe von 124,7 Milliarden Euro gemeldet. Das geht aus Daten des Verteidigungsbündnisses hervor, die zum Start des Gipfeltreffens in Ankara veröffentlicht wurden. Damit gibt Deutschland 2,69 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus – ein neuer Höchststand, der jedoch noch deutlich von den neuen Nato-Zielen entfernt ist.

Neue Nato-Ziele: 3,5 Prozent bis 2035

Die Nato-Länder hatten bei ihrem Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr beschlossen, bis 2035 mindestens 3,5 Prozent ihres BIP für Verteidigung auszugeben – plus 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Posten. Deutschland will bis 2029 insgesamt 3,5 Prozent erreichen, liegt aktuell aber bei 2,69 Prozent. Fünf der 32 Nato-Staaten – Estland, Griechenland, Lettland, Litauen und Polen – werden 2026 voraussichtlich bereits das Fünf-Prozent-Ziel erreichen.

17 Länder erreichen zweites Ziel, fünf das erste

Den Angaben zufolge werden 17 Nato-Staaten das zweite Ziel (verteidigungsrelevante Ausgaben) in diesem Jahr erreichen, jedoch nur fünf das erste Ziel von 3,5 Prozent. Länder wie Belgien, Spanien und Tschechien verharren bei Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent ihres BIP. Slowenien rutscht den Angaben zufolge sogar unter die Zwei-Prozent-Grenze, die nach einem Nato-Beschluss aus dem Jahr 2014 bis 2024 erreicht werden sollte.

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US-Präsident Trump fordert mehr Engagement

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump fordert von den Nato-Partnern, dass diese mehr Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses übernehmen. Wenige Tage vor dem Treffen hatte Trump die „einseitige“ Beziehung zu den Alliierten kritisiert. Es wäre „lächerlich“ diese fortzusetzen, schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. Die neuen Nato-Ausgabenziele sind eine Reaktion auf diese Forderungen und den gestiegenen sicherheitspolitischen Druck.

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