Sardinien: Traumstrand verbietet Sonnenschirme für bestimmte Altersgruppen
Sardinien: Sonnenschirm-Verbot an Traumstrand

Strengere Regeln am Traumstrand von Punta Molentis

Der Strand von Punta Molentis im Südosten Sardiniens zählt zu den schönsten der italienischen Urlaubsinsel. Türkisfarbenes Wasser, sanfte Hügel und eine malerische Küste locken jährlich zahlreiche Badegäste an. Doch in dieser Sommersaison sorgt eine ungewöhnliche Maßnahme der Betreiber für hitzige Diskussionen: Nur ausgewählte Besucher dürfen Sonnenschirme aufspannen.

Neue Verordnung der Gemeinde Villasimius

Laut einem Bericht der Zeitung „La Repubblica“ hat die Gemeinde Villasimius eine Verordnung erlassen, die das Mitbringen von Sonnenschirmen, Pavillons, Zelten und anderen Beschattungsvorrichtungen stark einschränkt. Erlaubt ist ein Sonnenschirm pro Familie, sofern Kinder bis zu zehn Jahren oder Senioren ab 65 Jahren zur Gruppe gehören. Alle anderen Badegäste müssen auf künstlichen Schatten verzichten und sich der prallen Sonne aussetzen.

Bürgermeister Gianluca Dessi erklärte in „La Repubblica“, dass die Maßnahme nicht willkürlich sei, sondern dem Schutz der Natur diene. Im vergangenen Sommer hatte die Region unter verheerenden Bränden gelitten. Mit den neuen Regeln solle die Natur geschützt und die Besucherzahl reguliert werden.

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Hintergrund: Schutz der Küstenlandschaft

Die Gemeinde betont, dass das Verbot von Sonnenschirmen den Lebensraum am Küstenstreifen bewahren soll. Zudem bleibt es strengstens untersagt, die Dünengebiete zu betreten, die Vegetation zu beschädigen, Sand zu entnehmen oder Abfälle am Strand und auf den Zugangswegen zu hinterlassen. Bürgermeister Dessì begründet die „außergewöhnlichen Maßnahmen“ mit dem Ziel, den Umweltschutz des Standorts, die Erhaltung geschützter Lebensräume und die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten.

Kontroversen in sozialen Netzwerken

Die Verordnung, die seit dem 6. Juni gilt und bis zum 31. Oktober täglich von 8 bis 20.30 Uhr in Kraft ist, stößt nicht nur auf Verständnis. In sozialen Medien äußern viele Gäste Frust und Enttäuschung. Ein Nutzer fragt: „Und was sollen diejenigen tun, die keine Kinder haben? Sich in der Sonne braten zu lassen?“ Ein anderer kommentiert ernüchtert: „Man riskiert einen Sonnenstich!“

Zusätzlich müssen alle Besucher eine Gebühr von zehn Euro entrichten, um den Strand überhaupt nutzen zu dürfen. Diese Maßnahme soll ebenfalls zur Besucherlenkung beitragen.

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