Iran pocht auf Urananreicherung bei Verhandlungen mit USA
Iran pocht auf Urananreicherung bei US-Verhandlungen

Iran pocht bei Abkommen auf Urananreicherung und Hormus-Kontrolle

Im Ringen um ein Abkommen mit den USA über ein Kriegsende beansprucht der Iran für sich das Recht, weiterhin Uran anzureichern und die Kontrolle über die Straße von Hormus zu behalten. Iranische Medien veröffentlichten am Freitag einen entsprechenden Entwurf zu einer Absichtserklärung über einen sofortigen Stopp der Kämpfe. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von einer sich abzeichnenden Verhandlungslösung gesprochen. Die Bundesregierung bekundete ein „fundamentales Interesse an einem diplomatischen Erfolg“.

Nach einer Nacht ohne gegenseitige Angriffe gab es am Freitag Anzeichen für Bewegung in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete, ein Entwurf zu einer Absichtserklärung sehe eine „dauerhafte und sofortige Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, einschließlich im Libanon“ vor. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung würden der Iran und die USA 60 Tage lang Gespräche führen, meldete auch die Nachrichtenagentur Irna. Diese zielten dann auf eine „Einigung in Atomfragen und vollständige Aufhebung der US-Sanktionen“.

Unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise berichtete Mehr ferner, dass der Entwurf die „Freigabe von 24 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) an eingefrorenen iranischen Geldern während der abschließenden 60-tägigen Verhandlungsphase“ vorsehe. Die Hälfte dieses Betrags solle dem Iran „vor Beginn der Verhandlungen zur Verfügung gestellt“ werden, hieß es.

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Pakistan meldet Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran

Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine „anhaltende Verständigung und friedliche Lösung“ zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb. Dialog und Diplomatie seien der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Trump überraschend Angriffe auf den Iran abgeblasen und von einem nahenden Abkommen gesprochen. Der Iran äußerte sich noch verhalten, sprach jedoch davon, dass ein Verhandlungstext überwiegend finalisiert sei.

Iran-nahe Gruppe will FBI-Drohnen gehackt haben

Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnendaten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft nutzen könnte. Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe Handala. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien.

Laut Handala stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die Handala-Erklärung zitiert. Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein, um diese gegen das Eindringen unbefugter Fluggeräte zu schützen. Handala verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen. So wurde der Firma zufolge eines der von Handala gezeigten Videos von einer Softwareplattform im Dezember 2024 produziert, um eine Technologie der US-Polizei zur Kontrolle von Tornado-Schäden zu illustrieren.

Handala hatte im März bereits Cyberangriffe auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone für sich beansprucht. Die Gruppierung bezeichnete dies als Vergeltung für den Angriff vom 28. Februar auf eine Grundschule im Iran zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen das Land. Dabei waren nach nicht überprüfbaren Angaben des Iran mehr als 175 Menschen getötet worden. Auch reklamierte die Gruppe im März für sich, das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt zu haben.

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Insider: USA und Iran könnten Abkommen am Sonntag unterzeichnen

Die USA und der Iran könnten Insidern zufolge am Sonntag ein Abkommen zur Beendigung des Krieges am Golf unterzeichnen. Als wahrscheinlichster Ort für das Treffen gelte Genf, sagte ein westlicher Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, den Text bis Samstag fertigzustellen. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sollen demnach die Vereinbarung unterschreiben. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, er habe neue Angriffe auf den Iran abgesagt, da die Vereinbarung nun stehe.

Der Entwurf scheint weitgehend die Forderungen Teherans zu erfüllen. Im Gegenzug für die Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus sollen Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe freigegeben werden. Zudem beharre der Iran auf einer Einstellung der Kämpfe im Libanon, wo Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht.

Bundesregierung sieht Chance auf US-Iran-Abkommen

Die Bundesregierung sieht Insidern zufolge die Chance auf eine Verständigung zwischen den USA und dem Iran. „Hier haben die letzten Tage Fortschritte gebracht“, heißt es in deutschen Regierungskreisen. Bei der diplomatischen Arbeit könne sich Präsident Trump weiter auf die deutsche Unterstützung verlassen. In den entscheidenden Punkten seien sich die G7-Staats- und Regierungschefs einig, die sich ab Montag zu einem Gipfel im französischen Evian treffen. Iran dürfe sich nicht nuklear bewaffnen und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus müsse wieder gewährleistet werden. „Das wird sich nur am Verhandlungstisch erreichen lassen.“

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft erholt sich wegen Iran-Krieg erst 2028

Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft wegen der Folgen des Iran-Kriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu. Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende Rezession erspart, heißt es in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. „Im Sommerhalbjahr wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung durch die expansive Fiskalpolitik verhindert: Sie gleicht die Folgen des Krieges im Nahen Osten in etwa aus.“ Die Bundesbank geht davon aus, dass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um 0,7 Prozent steigt, im nächsten Jahr um 0,9 Prozent anzieht und 2028 um weitere 1,2 Prozent zulegt.

Iran: Verhandlungstext überwiegend finalisiert

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text.

Bei dem jetzt diskutierten Dokument geht es Berichten zufolge zunächst um ein Rahmenabkommen, mit dem die Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran gelegt werden soll. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden.

Drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Donnerstag den palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge drei Menschen getötet worden. Die Angriffe erfolgten während neuer Bemühungen von Vermittlern, eine brüchige Waffenruhe zu festigen. Medizinerkreisen zufolge starb eine Person bei einem Angriff auf ein Haus in Gaza-Stadt. Das israelische Militär teilte mit, es habe einen Extremisten angegriffen. Zwei weitere Palästinenser seien bei separaten Luftangriffen im Flüchtlingslager Nuseirat getötet worden, hieß es weiter.

Insidern zufolge stocken Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Bei den Gesprächen unter Vermittlung von Ägypten, Katar und der Türkei geht es um die Umsetzung der zweiten Phase eines US-Plans. Dieser sieht die Entwaffnung der Hamas und den Rückzug der israelischen Streitkräfte vor. Zwei ägyptischen Insidern zufolge endete die jüngste Gesprächsrunde jedoch ohne Ergebnis. Hauptstreitpunkt sei die Entwaffnung der Hamas. Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober wurden nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden mehr als 950 Menschen getötet. Israel gibt an, dass in diesem Zeitraum vier seiner Soldaten von Extremisten getötet wurden.

Israel: Haben Zusicherung von Trump zu US-Iran-Deal bekommen

Angesichts einer möglichen Einigung der USA mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.

Trump habe Netanjahu auch zugesichert, dass eine Vereinbarung auch Irans Herstellung von Raketen einschränken sowie Teherans Unterstützung seiner Stellvertreter in der Region beenden werde. Gemeint sind damit unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die libanesische Hisbollah-Miliz. Israel ist an den Verhandlungen nicht beteiligt, stellte Netanjahus Büro klar. Allgemein wird erwartet, dass ein Rahmenabkommen den Grundstein für vertiefte Verhandlungen über die großen Streitpunkte legen würde. Seit Wochen gibt es Bemühungen, eine solche Vereinbarung zu erreichen. Trump hat nun Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Iran verkündet und von der Möglichkeit einer Unterzeichnung am Wochenende gesprochen.

Das iranische Atomprogramm ist einer der Hauptpunkte im Konflikt mit den USA und Israel. Israel sieht sich dadurch in seiner Existenz bedroht. Der Iran hat dem jüdischen Staat immer wieder mit Vernichtung gedroht. Die politische Führung des Irans beteuerte zugleich, dass sie nicht nach Atomwaffen strebe. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und viele Staaten waren jedoch in den vergangenen Jahren besorgt, dass Teheran immer näher an den Punkt rückte, solche Kernwaffen herstellen zu können.

Scharmützel in der Straße von Hormus

Das US-Militär hat einem Insider zufolge zwei iranische Angriffsdrohnen abgeschossen. „Der Schiffsverkehr durch die Meerenge läuft weiter“, erklärte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Iran versuche offenbar, Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen.

Medien: Iran hindert Öltanker an Durchfahrt durch Straße von Hormus

Iranische Streitkräfte haben Staatsmedien zufolge einen Öltanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert. Das Schiff habe sich nach Warnungen der Marine der Revolutionsgarden an das Durchfahrtsverbot gehalten, meldeten iranische Medien am frühen Freitag unter Berufung auf Militärkreise. Zuvor gemeldete Explosionsgeräusche vor der Küste der Stadt Sirik könnten laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA im Zusammenhang mit dem Vorfall gestanden haben. Die iranische Militärführung hatte am Donnerstag die Schließung der Meerenge für Öltanker und Handelsschiffe bekanntgegeben. Dabei drohte sie, auf jedes Schiff zu feuern, das eine Durchfahrt versuche.

Trump: Iran-Einigung vielleicht am Wochenende und wahrscheinlich in Europa

US-Präsident Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen USA und den Iran geweckt und als Ort für eine mögliche Unterzeichnung Europa ins Spiel gebracht. Dokumente würden noch finalisiert, sagte Trump im Oval Office vor Reportern. Das sollte in den nächsten Tagen passieren. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben - „vielleicht in Europa“. Einen genauen Ort oder ein Land nannte Trump nicht. Kurz darauf sagte er, vielleicht werde die Unterzeichnung schon am Wochenende vollzogen. Er selbst werde dann nicht dabei sein können, aber Vize-Präsident JD Vance.

Trump feiert am Sonntag (14. Juni) in Washington seinen 80. Geburtstag. Danach will er zum G7-Gipfel nach Frankreich fliegen. Im französischen Kurort Évian am Genfer See kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die Europäische Union gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen.

Trump bläst angekündigte Iran-Angriffe ab

US-Präsident Donald Trump hat die erst kurz zuvor angekündigten erneuten Angriffe auf den Iran wieder abgesagt. Grund sei die Tatsache, „dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung getragen und dort gebilligt wurden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Gespräche und die endgültigen Punkte seien in ihrer Grundausrichtung und im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt worden, darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere Länder. „Die Seeblockade bleibt bis zum Abschluss dieser Transaktion in vollem Umfang in Kraft – Zeitpunkt und Ort der Unterzeichnung werden in Kürze bekannt gegeben“, schrieb Trump. Die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete wiederum unter Berufung auf einen Insider aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams, der Iran habe bislang keinen Text für eine vorläufige Absichtserklärung mit den USA gebilligt.

Irans Verhandlungsführer Ghalibaf warnt USA vor „endlosem Sumpf“

Teherans Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA bei „impulsiven“ Entscheidungen im Iran-Krieg vor einem „endlosem Sumpf“ gewarnt. „Unangemessene Strategien und impulsive Entscheidungen werden die gesamte Lage zum Schlechten wenden, die Energieinfrastruktur zerstören, die Märkte zum Einsturz bringen und euch in einen endlosen Sumpf stürzen, aus dem ihr jahrelang nicht herauskommen werdet“, erklärte Ghalibaf am Donnerstag im Onlinedienst X. Zugleich drohte er: „Ihr werdet einen anderen Iran kennenlernen.“

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Donnerstag erneut gegenseitig angegriffen. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom sprach von „Selbstverteidigung“. Es handele sich um „eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Iran“. Teheran wies die Begründung als „falschen Vorwand“ zurück und reagierte seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait.

Ghalibaf hatte nach Beginn des Iran-Kriegs eine zentrale diplomatische Rolle übernommen. So führte er im April nach Inkrafttreten einer Waffenruhe in Pakistans Hauptstadt Islamabad Gespräche mit einer US-Delegation unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance. Seit dem 8. April gilt in dem Konflikt eine Feuerpause, die jedoch brüchig ist. Nach den jüngsten US-Angriffen zweifelte Teheran den Fortbestand der Waffenruhe an. Diese sei „praktisch bedeutungslos“, erklärte Irans Außenministerium.

Zehn Klinikmitarbeiter bei Angriff auf libanesische Stadt Tyros verletzt

Bei einem israelischen Angriff auf die libanesische Stadt Tyros sind nach örtlichen Angaben zehn Mitarbeiter eines Krankenhauses verletzt worden. Das Ziel des Angriffs habe sich „rund 15 Meter“ von dem Hiram-Krankenhaus entfernt befunden, sagte Klinik-Chef Salman Aidibi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. In dem Krankenhaus seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen, außerdem seien Autos von Mitarbeitern beschädigt worden. Zehn Mitarbeiter des medizinischen Personals und der Verwaltung seien verletzt worden, sagte Aidibi. Es sei bereits das sechste Mal seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah, dass das Umfeld der Klinik Ziel von israelischen Angriffen geworden sei.

Die israelische Armee hatte Tyros in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit ihrem Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz begründet. Dabei wurden nach libanesischen Angaben auch die drei Krankenhäuser der südlibanesischen Stadt beschädigt und Klinikmitarbeiter verletzt.