Selenskyj bestätigt zweiten Angriff auf Satellitenkommunikationszentrum
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut ein russisches Satellitenkommunikationszentrum in der Region Moskau attackiert. Es sei das zweite Mal, dass die Anlage in Dubna unter Beschuss genommen worden sei, teilte Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Erst in der vergangenen Woche hatte der ukrainische Generalstab von einem ersten Angriff auf die Anlage, die mehr als 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, berichtet.
Selenskyj zufolge wird sie für Aufklärungszwecke und zur Koordinierung der russischen Truppen in der Ukraine genutzt. Die ukrainische Armee habe zudem zuletzt vier ähnliche russische Anlagen in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Militär- und Energieinfrastruktur in den vergangenen Monaten verstärkt. Dies führte in Teilen Russlands auch zu Treibstoffengpässen.
Zehn Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine
Russischer Beschuss hat nach ukrainischen Angaben mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. In Dnipro habe eine Rakete fünf Menschen getötet und 29 verletzt, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in sozialen Medien mit. In der Stadt Saporischschja hätten Drohnen einen Kleinbus getroffen und drei Menschen getötet. Die Polizei meldete zudem zwei Tote in der Region Sumy.
Stromausfälle in besetzten Gebieten
In den russisch besetzten Teilen der Südukraine gibt es nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden Stromausfälle. „Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom“, schrieb der Chef der dortigen russischen Besatzungsverwaltung, Wladimir Saldo, bei Telegram. Energieversorger und Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Auch der von Russland für das Gebiet Saporischschja eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki schrieb in der Nacht von Notabschaltungen und Schäden an Energieanlagen nach ukrainischen Angriffen auf das Stromnetz.
Putin lehnt gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe ab
Der russische Präsident Wladimir Putin weist einen nach seinen Worten von der Ukraine vorgeschlagenen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe zurück. Moskau betrachte den Vorstoß als Ablenkungsmanöver von dem Ziel, vier ukrainische Regionen vollständig einzunehmen, sagte Putin in einem Fernsehinterview. Der Vorschlag werde nur gemacht, da die russischen Gegenschläge tief ins ukrainisches Gebiet „viel stärker, wirkungsvoller und, ehrlich gesagt, zerstörerischer“ seien.
Russland habe nicht die Absicht, „das Kiewer Regime zu retten“. Die ukrainischen Angriffe sollten die russischen Streitkräfte lediglich von der vollständigen Einnahme des Donbass sowie der Regionen Saporischschja und Cherson ablenken.
Putin fordert mehr Luftabwehr zum Schutz von Ölanlagen
Russlands Präsident Wladimir Putin fordert eine stärkere Luftabwehr gegen ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur des Landes. Die erste Aufgabe bestehe darin, die Produktion der am dringendsten benötigten Systeme schnell hochzufahren, sagte er in einem russischen Fernsehinterview. Zugleich erklärte Putin, dass Russland mit den Folgen der Angriffe gut zurechtkomme. Die Schläge gegen diese Anlagen hätten keinerlei Auswirkungen auf die Lage an der Front. Russland werde sich dadurch nicht von seinem Vormarsch abhalten lassen.
Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen im Süd- und Nordosten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. In der Stadt Saporischschja kommen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere werden verletzt, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Grenzregion Charkiw gab es bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw einen Toten und acht Verletzte, darunter zwei Kinder, erklärte Gouverneur Oleh Synjehubow.
Zudem stirbt nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer weiter nördlich gelegenen Gemeinde. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Beide Seiten weisen den Vorwurf zurück, in dem Konflikt gezielt Zivilisten anzugreifen.
Putin räumt Treibstoffmangel ein und erwägt Exportverbot für Diesel
Der russische Präsident Wladimir Putin räumt Engpässe bei der Treibstoffversorgung im Land ein und erwägt ein Exportverbot für Diesel. Bei einem Treffen mit Regierungsvertretern fordert er Maßnahmen, um insbesondere den Bedarf der Landwirtschaft zu decken. Die Benzinreserven belaufen sich Putin zufolge auf 1,7 Millionen Tonnen und liegen damit vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Eine Arbeitsgruppe soll nun die landesweite Versorgung sicherstellen.
Putin hat eine Krisensitzung zu den aktuellen russischen Versorgungsproblemen mit Treibstoff einberufen. Zuallererst müssten die Auswirkungen der wiederholten ukrainischen Angriffe gegen Raffinerien und anderen Objekten der Erdölindustrie abgefedert werden. „Wir müssen die Folgen terroristischer Anschläge auf unsere zivilen Einrichtungen und die Infrastruktur reduzieren“, wurde er von der Staatsagentur Tass zitiert. An der Sitzung nahmen Vertreter diverser Ministerien sowie der wichtigsten Erdöl-Produzenten Russlands teil.
Putin spricht von „schwieriger Phase“ für Russland
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eingeräumt, dass sein Land schwere Zeiten durchmache. Moskau werde jedoch alle sozialen Verpflichtungen den Bürgern gegenüber einhalten, erklärte er am Sonntag bei einer Konferenz seiner Regierungspartei Geeintes Russland, ohne dabei direkt auf Angriffe der Ukraine und damit einhergehende Treibstoffengpässe einzugehen.
Angesichts der „aktuellen Situation“ werde es einige Plananpassungen geben, „aber alle strategisch wichtigen Entwicklungsprogramme im Inland werden zweifellos vollständig umgesetzt“. Russland werde weiter Wohnungen und Straßen bauen, neue, moderne und gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen und heimische Unternehmen unterstützen, sagte Putin. „Wir machen eine schwierige Phase durch, aber das hat uns einiges gelehrt und erkennen lassen, was es bedeutet, ein russischer Bürger zu sein.“
Russland erwägt Einschränkung von Treibstoffexporten
Russland erwägt eine Einschränkung seiner Treibstoffexporte ins Ausland. Der stellvertretende Regierungschef Alexander Nowak teilte am Sonntag mit, eine Überprüfung bestehender Liefervereinbarungen laufe bereits, um die Versorgung im Inland nicht zu gefährden. Hintergrund sind Engpässe bei der Treibstoffversorgung in Teilen Russlands und auf der von Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen und Versorgungsrouten.
Polen befürchtet russische Übergriffe an Nato-Ostflanke
Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der Nato-Ostflanke. „Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte“, sagte der Chef des polnischen Auslandsgeheimdienstes, Oberst Pawel Szota, der Zeitung „Rzeczpospolita“.
„Russland überschreitet systematisch rote Linien, um die Reaktion der Nato zu testen“, sagte Szota. „Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt.“ Bereits vergangene Woche hatte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt. „Wir müssen Putin kommunizieren, dass wir wissen, was er im Schilde führt, und dass wir nicht darauf hereinfallen, dass dies völlig inakzeptabel ist und wir jeden Zoll von Nato-Gebiet verteidigen würden“, sagte er dem US-Sender CBS.
Ukrainische Luftwaffe: 125 russische Drohnen und 7 Raketen abgefangen
Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Sonntag mit mindestens 142 Langstreckendrohnen und 8 Raketen angegriffen. Das teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 125 Drohnen und 7 Raketen seien unschädlich gemacht worden.
Kiew bestätigt Attacken auf zwei Raffinerien in Russland
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat sein Militär in der Nacht gleich zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen. Er bestätigte dabei den zuvor schon von russischen Behörden eingeräumten Einschlag in einer Anlage im südrussischen Slawjansk-na-Kubani. „Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt“, schrieb er bei Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Selenskyj kündigte weitere Schläge gegen strategische Objekte in Russland an. „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten und ist ein Schritt zum Frieden“, schrieb er.
Ölraffinerie in Krasnodar brennt nach Drohnenangriff
In einer Ölraffinerie in der südrussischen Region Krasnodar ist örtlichen Behörden zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch kommt bei dem Angriff auf die Anlage in Slawjansk am Kuban ums Leben, wie der Gouverneur der Region, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilt. Eine weitere Person wird in einem nahegelegenen Dorf verletzt. Die private Raffinerie hat eine Kapazität von rund 100.000 Barrel pro Tag. Zudem gab es Drohnenangriffe in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau, weshalb die Behörden vorübergehend Straßen in Richtung der Hauptstadt sperrten.
Erneut Angriffe auf Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut angegriffen worden. Laut einem Bericht des „Kyiv Independent“ waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte auf Telegram mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohnerinnen und Einwohner auf, in den Schutzräumen zu bleiben.
Ukraine setzt mit Drohnen russische Raffinerie in Brand
In der südrussischen Region Krasnodar ist offiziellen Angaben zufolge durch einen ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer in einer Raffinerie ausgebrochen. Bei der Attacke sei auch ein Mensch getötet worden, teilte Gouverneur Wenjamin Kondratjew bei Telegram mit. Neben der Raffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani seien mehrere Häuser, eine Strom- und eine Gasleitung beschädigt worden. In sozialen Netzwerken verbreitete Bilder und Videos lassen auf einen großen Brand schließen. Die Anlage ist mit einer Verarbeitungskapazität von laut unterschiedlichen Quellen vier bis fünf Millionen Tonnen Öl pro Jahr nicht besonders groß. Wegen ihrer Lage in unmittelbarer Nähe zur von Russland annektierten Halbinsel Krim haben die Ukrainer die Raffinerie aber schon mehrfach attackiert und beschädigt. Auch andere russische Regionen wie Jaroslawl oder Iwanowo nordöstlich von Moskau meldeten Drohnenangriffe. Das russische Militär hat eigenen Angaben nach 213 ukrainische Drohnen abgeschossen, was auf eine weitere massive Attacke hindeutet.
Selenskyj: Wichtige Militärfabrik in Russland angegriffen
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Fabrik in Russland angegriffen, die unter anderem Ausrüstung für Raketensysteme herstellt. Selenskyj bezeichnete die Anlage im Südwesten Russlands in einem Beitrag auf der Plattform X am Samstag als „großen industriellen Komplex“. Die Fabrik des Rüstungsunternehmens Titan-Barrikady in Wolgograd stelle Artilleriesysteme, militärische Spezialausrüstung und Komponenten für Raketenabschussvorrichtungen her. Sie sei von ukrainischen Raketen des Typs FP-5 Flamingo getroffen worden. Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, bestätigte einen Angriff auf ein Unternehmen. Zehn Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Es seien Produktionsstätten beschädigt worden, erklärte er, machte aber keine Angaben zum betroffenen Unternehmen.
Ukraine: Erneut Ölpumpstation für Moskau getroffen
Der ukrainische Geheimdienst hat eigenen Angaben nach eine für die Treibstoffversorgung von Moskau wichtige Ölpumpstation mit Drohnen angegriffen. Getroffen worden sei ein technisches Gebäude der Station in Wtorowo nahe der Gebietshauptstadt Wladimir östlich von Moskau, teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Es sei die zweite erfolgreiche Attacke innerhalb eines Monats auf die Anlage. Russische Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt. Die Station Wtorowo gehört zum staatlichen Ölpipelinekonzern Transneft in Russland. Sie pumpt unter anderem Diesel in die Moskauer Ringpipeline, die für die Versorgung der großen Öldepots rund um die russische Hauptstadt verantwortlich ist.
Ukraine greift offenbar russische Rüstungsfabrik an
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Rüstungswerk in der russischen Region Wolgograd mit Flamingo-Raketen aus eigener Produktion getroffen. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände der Fabrik Titan-Barrikady ausgelöst, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In dem Werk werden Artilleriesysteme und Bauteile für Raketenwerfer hergestellt.
Gouverneur: Angriff auf Produktionsanlagen in Wolgograd
Die Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen offiziellen Angaben nach Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen. Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow auf seinem Telegramkanal. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach „Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit“ – damit dürften Marschflugkörper gemeint sein. Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden, schrieb Botscharow weiter. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht. Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal „Astra“ berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen. Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden, meldete das Portal unter Berufung auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial. Titan-Barrikady stellt Komponenten für die Raketenkomplexe Iskander, Jars und Topol-M her, die prinzipiell auch Atomwaffen tragen können.
Selenskyj: Haben Putin Friedensvorschlag übermittelt
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt. „Die Freunde von (Kremlchef Wladimir) Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich sind“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nähere Details gab er nicht bekannt. Vor Kurzem hatte der Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko, über ein Treffen mit Abgesandten Selenskyjs berichtet. Lukaschenko gilt außenpolitisch als engster Partner Putins. Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter US-Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt. Nach Beginn des von US-Präsident Donald Trump befohlenen Iran-Kriegs hat Washington seine Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg stark zurückgefahren.
Ukrainische Energiebranche sorgt vor nächstem Winter vor
Die ukrainische Energiewirtschaft bereitet sich nach Angaben des großen privaten Stromversorgers DTEK intensiv auf einen weiteren Kriegswinter vor. „Wir haben im vergangenen Winter unsere Lektion gelernt, die Energiefirmen, die Regierung, alle Beteiligten“, sagte DTEK-Vorstandschef Maksym Timtschenko bei der Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine (URC) in Danzig. In den außergewöhnlich kalten Wintermonaten Anfang dieses Jahres hatten russische Luftangriffe die ukrainischen Energienetze schwer beschädigt. In der Hauptstadt Kiew gab es für Hunderttausende Menschen über Wochen keine Heizung und kaum Strom. DTEK habe im Krieg dreimal bis zu 80 Prozent seiner Stromerzeugungskapazitäten verloren und sie immer wieder hergestellt, sagte Timtschenko. Der vergangene Winter sei der härteste gewesen, weil beschädigte Anlagen teilweise eingefroren seien. „Derzeit haben wir mit den Sanierungsarbeiten begonnen und unser Ziel ist es, noch vor dem Winter über ausreichende Kapazitäten zu verfügen“, sagte der Firmenchef. Voraussetzung sei, dass die Anlagen nicht erneut durch Luftangriffe beschädigt würden. Sie seien aber mittlerweile besser geschützt.
Spionage für Russland: Zwei Personen in Lettland zu Haft verurteilt
In Lettland sind ein Mann und eine Frau wegen Spionage für das benachbarte Russland zu Haftstrafen verurteilt worden. Beide wurden von einem Gericht in Riga des Sammelns und der Weitergabe von vertraulichen Informationen für schuldig befunden. Dafür muss der Mann dem noch nicht rechtskräftigen Urteil zufolge für sechs Jahre ins Gefängnis, die Frau erhielt eine Strafe von fünf Jahren. Dies meldete die lettische Nachrichtenagentur Leta. Der bereits in einem anderen Fall wegen Spionage verurteilte Mann wurde demnach beschuldigt, einen Mithäftling aufgefordert zu haben, die Namen anderer Personen herauszufinden, die der Spionage verdächtigt werden. Später soll er persönliche Daten zu drei Menschen erhalten haben, die die mitangeklagte Frau dann während einer Reise nach Russland weitergegeben haben soll.
Kreml prüft Video mit schweren Vorwürfen eines russischen Veteranen
Der Kreml will ein im Internet verbreitetes Video eines russischen Kriegsveteranen prüfen, in dem dieser Kommandeuren im Krieg gegen die Ukraine Folter und Mord an eigenen Soldaten vorwirft. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Freitag, er habe den auf Instagram veröffentlichten Appell an Präsident Wladimir Putin noch nicht gesehen. Peskow sprach jedoch von einer ihm bekannten „seltsamen Formulierung“ in dem Clip. In der Aufnahme beschuldigt der Veteran Alexander Lunin die russische Militärführung, Soldaten in Gruben festzuhalten, zu foltern und zu töten, wenn sie sich weigerten, „selbstmörderische Befehle“ auszuführen oder Geld an ihre Vorgesetzten zu zahlen. Lunin drohte zudem damit, die Armee werde ihre Waffen gegen den Kreml richten, sollte er nicht bald eine persönliche, live im Fernsehen übertragene Audienz bei Putin erhalten. Das Video des in der russischen Region Woronesch lebenden Veteranen verzeichnete innerhalb von 24 Stunden mehr als zwölf Millionen Aufrufe. Instagram ist in Russland gesperrt und kann von den Nutzern in der Regel ausschließlich über virtuelle private Netzwerke (VPN) aufgerufen werden. Lunin, der in der Aufnahme im Kampfanzug und mit zahlreichen Orden zu sehen ist, legte keine Beweise vor und nannte keine Namen von Opfern oder Tätern. Es blieb unklar, ob er aus eigener Initiative handelte oder eine größere Gruppe innerhalb der Streitkräfte vertrat. Peskow betonte, man werde sich die Aufzeichnung zunächst ansehen, bevor man sich inhaltlich dazu äußere.
Ukraine und Russland tauschen hunderte Kriegsgefangene aus
Russland und die Ukraine haben hunderte Kriegsgefangene ausgetauscht. „Heute haben wir 160 Soldaten zurückgeholt“, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Sie seien seit 2022 in Gefangenschaft gewesen. Unter ihnen seien neben regulären Soldaten auch Angehörige der Nationalgarde und der Grenztruppen. Zuvor hatte die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums die Rückkehr von 160 russischen Kriegsgefangenen gemeldet. Die russischen Soldaten befinden sich demnach in Belarus und werden nach medizinischer Versorgung nach Russland gebracht. Vermittler waren demnach die Vereinigten Arabischen Emirate.
Ukraine meldet Angriff auf russische Schiffe auf der Krim
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben russische Marineschiffe und Luftabwehr-Radare in der Hafenstadt Kertsch auf der von Russland völkerrechtswidrig annektierten Krim angegriffen. Bei dem Drohnenangriff seien zwei Aufklärungs- und Minenlegeschiffe sowie eine Fracht- und Passagierfähre getroffen worden, teilte der Geheimdienst mit. Bei den Schiffen handele es sich um die „Wolga“ und die „Wjatka“ sowie die Fähre „Petropawlowsk“. Nach Angaben des SBU lösten die Angriffe ein großes Feuer aus. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.



