Paketbombe in Monaco: Zwei Menschen lebensgefährlich verletzt
Monaco: Zwei Menschen durch Paketbombe lebensgefährlich verletzt

Bei einer heftigen Explosion am Montagabend am Eingang eines Wohnhauses in Monaco wurden drei Menschen verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Die Polizei fahndet weiterhin nach einem Tatverdächtigen, der nach der Tat zu Fuß nach Frankreich floh. Wie französische und ukrainische Medien berichten, galt der Anschlag dem in der Ukraine geborenen Oligarchen Wadym Jermolajew.

Details zu den Verletzten und der Tat

Unter den drei Verletzten im Krankenhaus befinde sich neben einem Geschäftsmann eine schwer verletzte Frau und eine 13-jährige Person, sagte Staatsminister Christophe Mirmand. Die beiden Erwachsenen hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Auf Aufnahmen von Überwachungskameras ist zu sehen, wie ein Mann kurz vor der Explosion einen Rucksack vor einem Wohngebäude abstellt. Das betroffene Gebäude befindet sich Medienberichten zufolge in einer Straße an der Grenze zu Frankreich.

Flucht des Verdächtigen und Ermittlungen

Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein. Zwischen den beiden Ländern gibt es keine Grenzkontrollen. Der Staatsanwaltschaft zufolge handelte es sich bei dem Sprengsatz um eine Paketbombe. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen versuchten Mordes ein. Es handele sich nicht um einen Terroranschlag, teilte die Behörde bei einer Pressekonferenz mit. Der Sprengsatz habe offenbar Schrauben und Schrot enthalten.

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Reaktionen und Hintergrund

„Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde“, sagte Mirmand. Fürst Albert II. von Monaco verurteilte den Anschlag als „abscheuliche Tat“. Jermolajew war den Berichten zufolge früher als Immobilienentwickler in der ukrainischen Stadt Dnipro tätig. Er habe die Ukraine vor einigen Jahren verlassen, seine Staatsbürgerschaft aufgegeben und sei Bürger von Zypern geworden. Die Ukraine verhängte im Dezember 2023 Sanktionen gegen ihn, da er Geschäfte auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim betrieben haben soll. Jermolajew wies dies in einem Interview zurück.

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