Erdbeben in Venezuela: Über 50.000 Vermisste – Rodríguez ausgebuht
Erdbeben Venezuela: 50.000 Vermisste – Rodríguez ausgebuht

Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Opfer rapide an. Die Vereinten Nationen melden, dass mehr als 50.000 Menschen vermisst werden. Unterdessen wurde Interimspräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Besuch im Katastrophengebiet von wütenden Anwohnern ausgebuht.

Opferzahlen steigen – Angehörige in Sorge

Die Zahl der Todesopfer ist nach dem Beben der Stärke 7,3 auf über 5.000 gestiegen, wie die venezolanische Regierung mitteilte. Tausende Menschen wurden verletzt. Die Suche nach Überlebenden unter den Trümmern läuft auf Hochtouren, doch die Rettungskräfte sind überfordert. Angehörige vermisster Personen nutzen soziale Medien, um nach ihren Liebsten zu suchen.

Internationale Hilfe aus Deutschland und der Welt

Die internationale Gemeinschaft hat ihre Unterstützung zugesagt. Deutschland schickt ein Team des Technischen Hilfswerks (THW) sowie Suchhunde und Spezialausrüstung. Auch die USA, Spanien und Mexiko haben Hilfe angeboten. Die Vereinten Nationen koordinieren die Hilfsmaßnahmen und haben einen Nothilfeplan in Höhe von 150 Millionen US-Dollar aufgestellt.

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Rodríguez im Katastrophengebiet ausgebuht

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez besuchte die am stärksten betroffene Region um Caracas, wo sie von Überlebenden mit Buhrufen und Wut empfangen wurde. „Sie haben uns im Stich gelassen“, rief ein Anwohner. Rodríguez versprach schnelle Hilfe, doch die Menschen zweifeln an der Handlungsfähigkeit der Regierung. „Wir brauchen keine Versprechungen, sondern Wasser und Medikamente“, sagte eine Helferin vor Ort.

Zahl der Vermissten laut UN bei über 50.000

Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 50.000 Menschen nach den Erdbeben als vermisst gelten. Viele von ihnen werden unter den Trümmern vermutet. Die Behörden haben Schwierigkeiten, genaue Zahlen zu ermitteln, da die Infrastruktur vielerorts zerstört ist. Die Rettungsarbeiten werden durch Nachbeben erschwert.

Hilfe aus Deutschland angelaufen

Das THW hat bereits ein erstes Team nach Venezuela entsandt. Die Einsatzkräfte bringen mobile Wasseraufbereitungsanlagen und Notstromaggregate mit. Auch das Auswärtige Amt hat die Reise- und Sicherheitshinweise für Venezuela aktualisiert und ruft zu Spenden auf. „Jede Hilfe zählt“, sagte ein Sprecher des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Angehörige suchen fieberhaft nach Vermissten

In den sozialen Medien teilen Menschen Bilder und Informationen über Vermisste. Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Venezuela sucht seine Kinder“ hat bereits über 100.000 Mitglieder. Die Verzweiflung ist groß: „Ich habe meine Mutter seit drei Tagen nicht gesehen. Bitte helft mir“, schreibt eine Nutzerin. Die Regierung hat eine Hotline eingerichtet, die jedoch häufig überlastet ist.

Ausblick: Wie geht es weiter?

Die venezolanische Regierung ruft den Notstand aus und bittet um internationale Unterstützung. Die UN befürchten, dass die Zahl der Vermissten noch steigen könnte. Die Rettungsarbeiten konzentrieren sich auf die Städte Caracas, Maracaibo und Valencia. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um noch Überlebende zu finden.

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