Bombenentschärfung in Potsdam: Experte Mike Schwitzke über den Zustand des Blindgängers
Am 16. Juni soll in Potsdam eine US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht werden. Die Entschärfung betrifft weite Teile der Potsdamer Innenstadt, darunter den Hauptbahnhof, die Speicherstadt, die Staatskanzlei und den Landtag. Diese Bereiche müssen evakuiert werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Mike Schwitzke, Sprengmeister vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg, äußerte sich auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) zum Zustand des Blindgängers. Er erklärte, dass der Sprengkörper erst jetzt gefunden wurde, obwohl er seit dem Zweiten Weltkrieg im Boden lag. Die genauen Umstände der Entdeckung blieben zunächst unklar, doch Schwitzke betonte, dass der Blindgänger in einem kritischen Zustand sei und eine sofortige Entschärfung erforderlich mache.
Hintergrund der Bombenentschärfung
Die US-Fliegerbombe stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde vermutlich bei alliierten Luftangriffen auf Potsdam abgeworfen. Solche Blindgänger werden immer wieder bei Bauarbeiten oder durch geologische Untersuchungen entdeckt. In diesem Fall wurde die Bombe im Rahmen von Vorbereitungsarbeiten für ein Bauprojekt gefunden. Die Behörden handelten schnell, um die Gefahr zu beseitigen.
Evakuierungsmaßnahmen
Die Evakuierung betrifft mehrere tausend Menschen. Der Hauptbahnhof Potsdam wird komplett gesperrt, ebenso die angrenzenden Geschäfte und Büros. Die Staatskanzlei und der Landtag sind ebenfalls betroffen. Die Polizei hat einen Sperrkreis eingerichtet, und Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Für die Dauer der Entschärfung werden Notunterkünfte bereitgestellt.
Mike Schwitzke und sein Team werden die Bombe am 16. Juni entschärfen. Der genaue Zeitplan hängt vom Zustand des Blindgängers ab. Experten rechnen mit mehreren Stunden, in denen der Sperrkreis bestehen bleibt. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Geduld und Verständnis.
Zustand des Blindgängers
Schwitzke beschrieb den Blindgänger als „instabil“ und „extrem gefährlich“. Der Zünder sei korrodiert, und es bestehe die Gefahr einer unkontrollierten Explosion. Daher sei eine manuelle Entschärfung notwendig, die höchste Präzision erfordere. Der Sprengmeister betonte, dass sein Team gut vorbereitet sei und alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen würden.
Die Entschärfung von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Deutschland keine Seltenheit. Jährlich werden Hunderte Blindgänger gefunden und entschärft. Potsdam war im Krieg mehrfach bombardiert worden, weshalb die Region besonders betroffen ist.



