Die vergangene Nacht war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland. Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz aufgestellt, wo die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad sank. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 2003, als am Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz 27,2 Grad gemessen wurden.
Ursachen für die extreme Nachtwärme
Laut DWD war die Mittelgebirgslage von Kubschütz entscheidend. Südliche Winde sorgten auf der Nordseite der Hänge für leichte föhnige Effekte, die die Temperaturen hochhielten. Kubschütz liegt in der Oberlausitz nahe der Grenzen zu Tschechien und Polen.
Hitzewelle mit mehreren Rekorden
Am Samstag registrierte der DWD den zweiten Tag in Folge einen Temperaturrekord: 41,5 Grad um 16:20 Uhr in Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt). Am Freitag waren in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad gemessen worden, doch dieser Rekord hielt nur einen Tag. Am Samstag erreichte Saarbrücken 41,4 Grad.
Ende der Hitzewelle in Sicht
Die Hitzewelle neigt sich dem Ende zu. Für Sonntag prognostizieren die Meteorologen schwere Gewitter, vor allem im Osten, vereinzelt auch im Westen. Im Süden sind nur im Bergland kräftige Gewitter zu erwarten. Am Montag sollen die Höchstwerte nur noch 29 bis 32 Grad betragen.



