Seit 17 Jahren sind Bruce Willis (71) und Emma Heming Willis (47) verheiratet. Nach der Diagnose Aphasie und frontotemporaler Demenz (FTD) im Jahr 2022 begleitet Emma ihren Ehemann mit großer Liebe, Geduld und Hingabe durch die Herausforderungen der Krankheit. In einem Podcast spricht sie nun offen über ihre persönlichen Gefühle, ihren Alltag als pflegende Ehefrau und räumt mit Missverständnissen auf, die viele Menschen noch immer über Willis’ Erkrankung haben.
Drei Varianten der Krankheit
Immer wieder werde Emma gefragt, ob Bruce Willis sich noch an sie erinnere, und dann stellt sie richtig: „Ja, das weiß er, denn er hat keinen Alzheimer, sondern FTD. Ich glaube, es ist ein sehr verbreitetes Missverständnis, dass man bei Demenz automatisch an Gedächtnisverlust denkt. Die Variante, die Bruce hat, beeinträchtigt die Sprache. Es gibt aber eine weitere Variante, die das Verhalten beeinflusst, und eine andere, die sich auf die Bewegungsfähigkeit auswirken kann.“ So erklärt es Heming Willis im Podcast „The Bossticks“.
Ein ambivalenter Verlust
Ihre Gefühle während der Pflege ihres Mannes nennt sie einen „ambivalenten Verlust“. Heming Willis: „Damit ist die Trauer um einen Menschen gemeint, der noch lebt. Genau das erleben viele pflegende Angehörige von Demenzkranken: Der geliebte Mensch ist zwar körperlich anwesend, aber vielleicht nicht mehr geistig oder emotional.“ Sie befinde sich in „einem dauerhaften Zustand der Trauer“, sagt sie. Aber: „Ich habe einfach gelernt, damit umzugehen.“
Tochter Rumer über Bruce Willis
Erst im Mai sprach Bruce-Tochter Rumer Willis (37) im „The Inside Edit“-Podcast über ihren Vater, den sie in seinem Haus in Los Angeles, so oft es gehe, besuche. Immer dabei: ihre eigene Tochter Louetta (3). Sie schätze die gemeinsame Zeit: „Ich bin so dankbar, dass ich ihn besuchen kann, auch wenn unsere gemeinsame Zeit jetzt anders ist.“ Auch habe sie eine Veränderung bei ihrem Vater bemerkt, er sei mittlerweile sanfter: „Er war immer dieser typische Macho-Typ, und jetzt zeigt sich einfach eine Art Zartheit, die ihm das Image des Bruce Willis vielleicht auf gewisse Weise früher nicht erlaubt hätte.“



