1860 München: Zaunfahne in Flammen, Remis in Schweinfurt, DFB-Pokal rückt näher
1860: Zaunfahne brennt, Remis, Pokal rückt näher

Ein wahres Feuerwerk brannte der TSV 1860 München beim Schlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 nicht ab – eher die Fans auf den Rängen. Nach Informationen der AZ ging eine eigene Zaunfahne in Flammen auf und sorgte für internen Zwist im Fanlager. Auf dem Platz reichte es nur zu einem 1:1, das Trainer Markus Kauczinski als „Spiegelbild der Saison“ bezeichnete.

Keine Glanzleistung auf dem Platz

„Das war keine Glanzleistung von uns“, gestand Kevin Volland nach dem Remis bei Magentasport. „Es war bissl zerfahren. Schweinfurt hatte Aktionen, wir hatten einige Aktionen, wo wir in Führung gehen können, fast müssen. In der zweiten Halbzeit ist es dahingeplätschert. Das Unentschieden geht in Ordnung.“ Die Löwen-Leistung hatte keine Aussetzer, aber auch keine überragenden Momente.

Chefcoach Markus Kauczinski erklärte: „Es war phasenweise ok, phasenweise nicht. Es war ein Spiegelbild der Saison: dass wir manche Dinge gut machen, andere nicht. Am Ende müssen wir damit leben.“ Beim 0:1 durch Sebastian Müller (27.) vergaßen die Sechziger das Verteidigen, der Ausgleich durch Sigurd Haugen (31.) war die einzige offensive Spitze. Kauczinski quittierte: „Gut angefangen und den Faden verloren.“

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Pokal-Chancen steigen durch Würzburg-Sieg

Kurioserweise sind die Sechzger ihrem Saisonziel dennoch nähergekommen: Weil die Würzburger Kickers einen 4:1-Heimsieg gegen Wacker Burghausen feierten und die SpVgg Unterhaching gegen den FC Memmingen mit 1:2 verlor, zogen die Franken in der Regionalliga Bayern an Haching vorbei. Zwei Spieltage vor Saisonende sind sie auf gutem Weg, sich die DFB-Pokal-Eintrittskarte über die Liga zu sichern. Tabellenführer 1. FC Nürnberg II ist weder aufstiegsberechtigt noch im Pokal dabei.

Kauczinski hatte bereits vor dem Duell seine Sicht dargelegt: „Ich gehe davon aus, dass wir im Totopokal-Finale gegen Würzburg ein Endspiel um die Teilnahme im DFB-Pokal haben.“ Der Antrieb der Blauen ist nach dem Aufstiegsaus weiterhin, im Spielrhythmus zu bleiben. Volland dazu: „Wir müssen trotzdem die Spannung hochhalten. Eine Woche nach Saisonende ist es sonst schwer, gegen eine Top-Regionalligamannschaft anzutreten, die voll im Saft steht.“

Derby gegen Ingolstadt als letzter Heimauftritt

Am Derby-Samstag gegen den FC Ingolstadt (14 Uhr) heißt es: „Das ist unser letztes Heimspiel, da müssen wir uns pushen und einen strukturierteren Auftritt hinlegen.“ Nicht, dass Würzburg noch ein unverhoffter Pokalsieg gelingt.

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