Die weltweiten Verkaufszahlen von Elektroautos haben im ersten Quartal einen Dämpfer erlitten. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung PwC wurden in 43 wichtigen Märkten weltweit knapp 2,7 Millionen reine Stromer neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit endet eine lange Phase stetiger Zuwächse: Im Gesamtjahr 2025 waren die Verkäufe noch um fast ein Drittel gestiegen.
Schwache Entwicklung in China und den USA
Hauptgrund für die Stagnation ist die Entwicklung in China, dem mit Abstand größten Markt für Elektroautos. Dort wurden mit 1,32 Millionen Fahrzeugen 20 Prozent weniger Stromer verkauft als im ersten Quartal 2025. Noch stärker fiel der Rückgang in den USA aus: Mit knapp 233.000 Neuzulassungen betrug das Minus 23 Prozent.
Europa als Wachstumsmotor
Diese Rückgänge konnten durch Zuwächse in anderen Regionen nicht ausgeglichen werden, obwohl Europa ein starkes Wachstum verzeichnete. In der EU sowie Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz stiegen die Verkaufszahlen um 26 Prozent auf rund 724.000 Fahrzeuge. Besonders Deutschland und Frankreich trugen zu diesem Anstieg bei.
Marktanteil erreicht Rekordniveau
Trotz des absoluten Rückgangs gewinnen Elektroautos weiter an Bedeutung. Der Marktanteil der Stromer lag im ersten Quartal bei 16 Prozent – ein Rekordwert für diesen Zeitraum. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass der Absatz von Fahrzeugen mit reinen Verbrennungsmotoren um 8 Prozent stärker einbrach.
Ausblick: Erholung im zweiten Quartal erwartet
PwC-Experten führen den Rückgang in China vor allem auf Einmaleffekte wie reduzierte Förderprämien zurück. Der Trend zeige bereits wieder nach oben. Daher rechnet die Beratung im zweiten Quartal mit einem erneuten Anstieg der Verkaufszahlen. PwC-Partner Harald Wimmer betont: „Das Umfeld ist schwierig, aber die europäischen Hersteller haben aufgeholt. Ihre neuen Modelle sind technologisch ausgereift und treffen den Geschmack der Kundschaft. In ihren Heimatmärkten spiegelt sich das bereits jetzt in steigenden Verkaufsvolumen, die durch einen potenziellen Nachfrageschub aufgrund des aktuellen Spritpreises weiter gestützt werden könnten.“ Dennoch sieht er weiteren Handlungsbedarf bei Kosten und Innovationsgeschwindigkeit der europäischen Autobauer.



