Der Internet-Gigant Meta, zu dem Instagram und WhatsApp gehören, plant einen massiven Stellenabbau. Wie aus einem internen Schreiben von Personalchefin Janelle Gale hervorgeht, soll jeder zehnte Mitarbeiter seinen Job verlieren. Betroffen sind rund 8000 Beschäftigte. Zudem werden 6000 bislang unbesetzte Stellen gestrichen.
KI als Hauptgrund für Entlassungen
Ausgerechnet der flächendeckende Einsatz Künstlicher Intelligenz, den Meta-Chef Mark Zuckerberg (41) als erklärtes Firmenziel vorantreibt, gilt als einer der Hauptgründe für die Kündigungswelle. Je leistungsstärker die KI-Systeme werden, desto weniger menschliche Arbeitskraft wird benötigt. Zuckerberg hatte bereits im Januar angedeutet: „Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt.“
Meta investiert Milliarden in KI und Metaverse
Kaum ein Internet-Unternehmen hat den digitalen Wandel in den vergangenen Jahren so konsequent vorangetrieben wie Meta. Zuckerberg setzt voll auf das Metaverse, eine virtuelle 3D-Welt, und hat Künstliche Intelligenz in sämtliche Prozesse integriert. Die Investitionen sind gigantisch: Allein in diesem Jahr will der Konzern 135 Milliarden US-Dollar (rund 115 Milliarden Euro) ausgeben – das entspricht mehr als einem Fünftel des Bundeshaushaltes.
Die jetzt bekannt gewordene Kündigungswelle begründet das Unternehmen damit, Meta „effizienter zu führen und Investitionen auszugleichen.“ Ende Dezember 2025 beschäftigte Meta nach eigenen Angaben weltweit 78.865 Menschen. Auf eine strenge Hierarchie will der Konzern künftig verzichten. Kleine, auf KI spezialisierte Teams sollen größeren Erfolg bringen.
Bereits dritte Entlassungswelle bei Meta
Die Belegschaft ist Hiobsbotschaften bereits gewohnt. Schon Ende 2022 hatte der Konzern 11.000 Stellen abgebaut. Im März 2023 folgten weitere 10.000 Jobs. Danach stellte Zuckerberg aber auch wieder Mitarbeiter ein: Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 kamen mehr als 11.000 Beschäftigte hinzu. Nun könnte KI die Arbeitsplätze bei den Tech-Riesen endgültig umkrempeln.
Auch Microsoft hat jüngst ein Abfindungsprogramm aufgelegt, um rund 9000 Menschen den Abschied schmackhaft zu machen – für die USA mit ihrem lockeren Kündigungsschutz ein ungewöhnlicher Schritt.



