Die niederländische Weltmeisterin Marrit Steenbergen hat einen neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil aufgestellt. Beim Schwimm-Meeting in Rom schwamm die 26-Jährige am Donnerstagabend eine Zeit von 51,68 Sekunden und unterbot damit die bisherige Bestmarke der Schwedin Sara Sjöström um drei Hundertstelsekunden. Sjöström hatte den Rekord seit 2017 gehalten.
Historische Bestleistung in Rom
Steenbergen, die 2023 in Fukuoka Weltmeisterin über 100 Meter Freistil wurde, zeigte in der italienischen Hauptstadt eine herausragende Leistung. Sie verbesserte nicht nur den Weltrekord, sondern unterstrich auch ihre starke Form. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, einen Weltrekord zu brechen, besonders auf einer so prestigeträchtigen Strecke“, wurde die Niederländerin nach dem Rennen zitiert. Der bisherige Rekord von Sara Sjöström lag bei 51,71 Sekunden.
Schwedische Rekordhalterin verliert zweiten Rekord
Erst vor wenigen Tagen hatte Sjöström bereits den Weltrekord über 50 Meter Freistil verloren. Die US-Amerikanerin Kate Douglass schwamm eine Zeit von 23,44 Sekunden und unterbot damit Sjöströms Bestmarke aus dem Jahr 2017. Die Schwedin hielt damit nur noch den Weltrekord über 100 Meter Freistil – bis Steenbergen nun auch diesen brach. Sjöström bleibt jedoch weiterhin die amtierende Olympiasiegerin über 100 Meter Freistil und eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen der Geschichte.
Steenbergen auf dem Weg zu Olympia
Der Weltrekord kommt nur wenige Wochen vor den Olympischen Spielen in Paris, wo Steenbergen als eine der Favoritinnen auf die Goldmedaille gilt. Ihre Zeit von 51,68 Sekunden liegt deutlich unter dem olympischen Rekord von 51,96 Sekunden, den die Australierin Emma McKeon bei den Spielen in Tokio aufgestellt hatte. „Ich bin bereit für Paris. Dieser Rekord gibt mir viel Selbstvertrauen“, so Steenbergen. Die Konkurrenz ist jedoch groß: Neben Sjöström und McKeon zählen auch die US-Amerikanerin Simone Manuel und die Australierin Mollie O’Callaghan zu den Medaillenanwärterinnen.
Rekordflut im Schwimmsport
Der Weltrekord von Steenbergen ist der jüngste in einer Serie von Bestleistungen im Schwimmsport. Allein in diesem Jahr wurden bereits mehrere Weltrekorde aufgestellt, darunter über 200 Meter Brust der Russin Jewgenija Tschikunowa und über 400 Meter Lagen des Kanadiers Finlay Knox. Die hohe Dichte an Rekorden deutet auf eine starke Form der Athleten im Vorfeld der Olympischen Spiele hin. Experten erwarten in Paris weitere Rekorde, da die Wettkampfbedingungen im neuen olympischen Schwimmstadion als besonders schnell gelten.



