Paul Seixas: Frankreichs neuer Radsport-Messias begeistert die Nation
Paul Seixas: Frankreichs neuer Radsport-Messias (27.04.2026)

Die französische Radsportwelt erlebt derzeit eine wahre Revolution. Der erst 19-jährige Paul Seixas sorgt für Begeisterungsstürme und lässt die Grande Nation von einem neuen Tour-de-France-Sieg träumen. Der junge Profi aus Lyon wird bereits als Auserwählter, Messias oder Phänomen bezeichnet. Sogar Staatspräsident Emmanuel Macron soll persönlich zum Telefon gegriffen haben, um den Ausnahmefahrer zum Verbleib in Frankreich zu bewegen.

Ein Anruf des Präsidenten

Laut nicht offiziell bestätigten Berichten klingelte Macron bei Seixas und warb dafür, dass der Radprofi seinem aktuellen Team Decathlon treu bleibt. Der nie bestätigte Anruf zeigt, wie sehr Frankreich gerade im Radsportfieber ist. Seixas soll dem Land den ersten Toursieg seit 1985 bescheren, als Bernard Hinault triumphierte. Der meinungsstarke Bretone ist ein Nationalheld und geht mit seinen Nachfolgern sonst hart ins Gericht, doch bei Seixas macht er eine Ausnahme: „Es kann kein Zufall sein, dass man auf dem Niveau so gut und konstant fährt. Hut ab, wirklich Hut ab.“

Erfolge und Statistik

Die Siegstatistik des in Lyon geborenen Seixas, dessen ungewöhnlicher Nachname von den portugiesischen Wurzeln seines Vaters stammt, ist noch überschaubar. Herausragend ist der Gewinn des Halbklassikers Flèche Wallonne am vergangenen Mittwoch. Noch mehr begeistern Frankreich jedoch zwei zweite Plätze: Bei der Strade Bianche Anfang März und beim schweren Ardennenklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich war Seixas der einzige Fahrer, der mit dem überragenden Tadej Pogacar mithalten konnte. In Lüttich schüttelte der Slowene den acht Jahre jüngeren Seixas erst am letzten Anstieg ab. Pogacar zeigte sich beeindruckt: „Der wird mal ein Monster.“

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Interesse aus dem Ausland

Diese Aussage könnte für die Beziehung zwischen Seixas und Frankreich heikel werden. Denn Pogacars Team UAE möchte den Wunderknaben verpflichten, ebenso wie das deutsche Team Red Bull. Geld spielt im Scheich-Rennstall keine Rolle, Teamchef Mauro Gianetti soll bereits Gespräche mit dem bis 2027 gebundenen Seixas und dessen Umfeld geführt haben. Die Gehaltsforderungen sollen sich auf acht Millionen Euro belaufen – so viel verdient derzeit nur Pogacar selbst. Seixas’ aktuelles Team Decathlon ist jedoch ebenfalls finanzstark, und Präsident Macron soll der Mannschaft volle Unterstützung zugesichert haben. Bereits 2022 hatte Macron bei Kylian Mbappé interveniert, um einen Wechsel zu Real Madrid zu verhindern – der Transfer erfolgte dann zwei Jahre später.

Zukunftspläne

Seixas soll bis mindestens 2027 bei Decathlon bleiben. In dieser Zeit muss ihm ein Team aufgebaut werden, mit dem er die Tour de France gewinnen kann. „Das ist mein großer Traum“, sagte Seixas. Alexandre Roos, Radsport-Chef der Sporttageszeitung „L’Équipe“, vergleicht ihn mit Pogacar: „Er ist ein Vorreiter der französischen Revolution. Paul Seixas ist das fortschrittlichste Modell des Radsports, eine ausgereiftere Version von Tadej Pogacar. Der war in diesem Alter noch nicht einmal Profi und aß noch Pizza.“ Ob Seixas bereits in diesem Jahr die Tour fahren wird, will er in den kommenden Tagen bekannt geben. Bernard Hinault ist dagegen: „Ich bin nicht überzeugt. An seiner Stelle würde ich erst den Giro d’Italia fahren, um ein Gespür für ein dreiwöchiges Rennen zu bekommen.“ Für ein Duell mit Pogacar bei der Tour sei Seixas noch nicht bereit, zumal der Slowene in diesem Jahr den Rekord von fünf Gesamtsiegen einstellen kann.

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