Hundeattacken auf Kinder: Zwei Jungen im Ruhrgebiet verletzt
Hundeattacken auf Kinder: Zwei Jungen verletzt

Hundeattacken auf Kinder: Zwei Jungen im Ruhrgebiet verletzt

Im Ruhrgebiet sind zwei Kinder bei Hundeattacken verletzt worden, eines davon schwer. In einem Essener Schrebergarten griff eine Dogge einen fünfjährigen Jungen an und biss ihm in den Kopf. Das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht und wird weiter behandelt. Der Hund wurde in Obhut genommen und ins Tierheim gebracht. Gegen den 29-jährigen Hundehalter wird wegen fahrlässiger und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Er hatte zum Zeitpunkt des Angriffs in der Gartenhütte Alkohol getrunken, wie die Polizei mitteilte. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Dogge, eine sogenannte Antikdogge, war aus dem Garten gelaufen und hatte das Kind attackiert.

Polizeihund beißt Neunjährigen in Mülheim

Im zweiten Fall lief ein Polizeihund vom Grundstück seines Diensthundeführers in Mülheim weg und griff einen neunjährigen Jungen an, der mit anderen Kindern Ball spielte. Der Junge erschrak sich vermutlich vor dem näherkommenden Hund und lief weg. Der Hund biss ihm ins Gesäß. Die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. Auch hier wird ermittelt, und zwar gegen den Diensthundeführer und seine Frau, die bei dem Angriff dabei war.

Antikdoggen: Große Hunde mit besonderen Auflagen

Antikdoggen sind große Tiere mit einer Schulterhöhe von bis zu 70 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 58 Kilogramm. In Nordrhein-Westfalen gelten sie nicht generell als gefährliche Hunde. Allerdings werden sie oft mit sogenannten Listenhunden wie American Bulldog oder Mastiff gekreuzt, sodass sie je nach Erscheinungsbild ebenfalls als Listenhunde eingestuft werden können. Für Listenhunde gelten nach dem Landeshundegesetz besondere Sicherheitsauflagen.

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