Im Regenchaos von Jerez hat sich Marc Márquez nach einem spektakulären Sturz und einer ungewöhnlichen Abkürzung durch die Box den Sieg im MotoGP-Sprintrennen gesichert. Der amtierende Weltmeister aus Spanien setzte sich auf dem Circuito de Jerez Ángel Nieto beim Dreifachsieg für Ducati vor den Italienern Francesco Bagnaia und Franco Morbidelli durch.
Sturz und Boxenmanöver
Márquez war von der Pole Position gestartet und hatte die Führung bis sechs Runden vor Schluss inne. Dann überholte ihn sein jüngerer Bruder Álex, und plötzlich setzte starker Regen ein. Der Weltmeister stürzte, nutzte jedoch eine Grünfläche, um direkt in die Box zu fahren und auf sein zweites Motorrad mit Regenreifen zu wechseln. „Ich bin in der besten Kurve gestürzt. Heute hatte ich Extra-Glück“, kommentierte Márquez seine Aktion.
Überlegener Sieg
Nach dem Boxenstopp kämpfte sich der Ducati-Werksfahrer wieder nach vorne und überholte kurz vor Schluss seinen Teamkollegen Bagnaia. Der Sieg war überlegen, obwohl zunächst Unklarheit über die Bewertung des Manövers durch die Rennleitung herrschte. Die Siegerehrung verlief jedoch ohne Zwischenfälle.
WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi (Italien/Aprilia), der zuvor fünf Grand-Prix-Siege in Serie gefeiert hatte, fiel nach einem schwachen Start weit zurück, stürzte und schied aus.
Ausblick auf das Hauptrennen
Am Sonntag (14.00 Uhr/DF1 und Sky) hat Marc Márquez in Jerez die Chance, seinen klassenübergreifend 100. Grand-Prix-Sieg zu erringen. Es wäre gleichzeitig der 100. Erfolg für das Ducati-Werksteam. Die Spannung ist groß, ob der Spanier seine außergewöhnliche Leistung wiederholen kann.



