Keine Überraschungen im interkontinentalen WM-Qualifikationsturnier
In der ersten Runde des interkontinentalen Playoff-Turniers in Mexiko sind die erhofften Sensationen ausgeblieben. Während die Außenseiter-Teams enttäuschend ausscheiden, haben sich die Finalpartien um die letzten WM-Tickets bereits konkretisiert. Für die Underdogs aus Neukaledonien und Suriname ist der Traum von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 damit jäh geplatzt.
Neukaledoniens WM-Hoffnungen zerstört
Die pazifische Inselgruppe Neukaledonien, die auf Rang 150 der FIFA-Weltrangliste steht, unterlag im Halbfinale dem favorisierten Team aus Jamaika mit 0:1 (0:1). Das entscheidende Tor erzielte Bailey Cadamarteri bereits in der 18. Spielminute einer insgesamt ereignisarmen Begegnung. Damit verpasste Neukaledonien die historische Chance auf eine erste WM-Teilnahme in der Fußballgeschichte des Landes.
Surinames Führung verspielt
Das Team aus Suriname, das mit ehemaligen Bundesliga-Profis wie Jean-Paul Boetius und Melayro Bogarde antrat, verspielte in Monterrey eine vielversprechende Führung. Nachdem Liam van Gelderen in der 48. Minute die Hoffnungen der früheren niederländischen Kolonie genährt hatte, drehten Moises Paniagua (72.) und Miguelito (79., Foulelfmeter) die Partie zugunsten Boliviens. Der Mainzer Sheraldo Becker wurde für Suriname in der 84. Minute eingewechselt, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Finale mit weitreichenden Konsequenzen
Für Jamaika, das mit Ex-Leverkusener Leon Bailey aufläuft, geht der Traum von der zweiten WM-Teilnahme nach 1998 weiter. Das Team muss am Dienstag um 22:00 Uhr MEZ noch die Demokratische Republik Kongo bezwingen. Der Sieger dieser Begegnung wird in die WM-Gruppe K mit Portugal, Kolumbien und Usbekistan eingereiht.
Bolivien wiederum hofft auf die erste WM-Teilnahme seit 1994 und benötigt dafür am Mittwoch um 5:00 Uhr MEZ einen weiteren Erfolg gegen den Irak. Der Gewinner dieses Duells landet in einer äußerst anspruchsvollen Gruppe mit Frankreich, Norwegen und Senegal – eine echte Hammergruppe, die den weiteren WM-Verlauf maßgeblich beeinflussen wird.
Das interkontinentale Playoff-Turnier in Mexiko hat somit deutlich gemacht, dass die etablierten Fußballnationen ihre Favoritenrolle erfolgreich verteidigen konnten, während die Außenseiter trotz tapferer Leistungen letztlich den Kürzeren zogen.



