WM-Held Quinones: Messerstecherei mit Mitspieler und Alkoholprobleme
WM-Held Quinones: Messerstecherei und Alkoholprobleme

Nach seinem Tor beim WM-Sieg gegen Ecuador liegt ganz Mexiko Julian Quinones (29) zu Füßen. Dabei stand er sich lange selbst im Weg. Der gebürtige Kolumbianer hatte zu Beginn seiner Karriere große Disziplinprobleme. Der schlimmste Vorfall ereignete sich im August 2017.

Messerstecherei mit Mitspieler

Damals war Quinones 20 Jahre alt und stand auf Leihbasis beim mexikanischen Erstliga-Aufsteiger Lobos BUAP unter Vertrag. Nach nächtlichen Eskapaden geriet er mit Mitspieler William Palacios (31) dermaßen aneinander, dass er mit einer Stichverletzung ins Krankenhaus musste. Der Verein behauptete damals in einem ersten Statement, Palacios habe in einer Bar eine Schlägerei angezettelt und Quinones sei ihm zu Hilfe geeilt.

Wenige Tage später stellten sowohl Medienberichte als auch die beteiligten Spieler die Tatsachen richtig: Die beiden Spieler kamen nach dem Bar-Besuch völlig betrunken in der Wohnanlage an, in der beide ihr Apartment hatten. Dort kam es zum Streit. So weit bestand Einigkeit in den Versionen. Warum es aber zum Beef kam – darüber gibt es unterschiedliche Darstellungen. Palacios behauptete, Quinones sei ihm in seine Wohnung gefolgt und habe dort weiter gepöbelt. Quinones wiederum berichtete, Palacios habe seine Frau angegriffen und er habe auf ihre Hilferufe reagiert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Vorfall in der Küche

Fakt ist: In der Küche von Palacios kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf ein Küchenmesser gezückt wurde. Quinones wurde am Kopf verletzt, schnitt sich beim Handgemenge mit dem Messer offenbar selbst in die Hand. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Als Reaktion auf den Vorfall schmiss Lobos BUAP Palacios sofort raus. Quinones wurde suspendiert, durfte nach der Heilung seiner Hand ins Team zurückkehren.

Disziplinprobleme und Spott der Fans

2018 wechselte er zu Tigres UANL nach Monterrey. Dort feierte er exzessiv im Nachtleben – auch vor wichtigen Spielen. Sein damaliger Trainer verbannte ihn oft auf die Tribüne. Sein Ruf war dermaßen ruiniert, dass er von Gegner-Fans regelmäßig als „Betrunkener“ („borracho“) verspottet wurde.

Wendepunkt durch Heirat und Vaterfreuden

Erst seit seiner Hochzeit mit Ana Gabriela (standesamtlich 2022, kirchlich 2023) verläuft sein Leben in geregelten Bahnen. Im Dezember 2023 wurde Tochter Alanna geboren. Zwei Monate vorher wurde er in Mexiko eingebürgert. Seit 2024 kickt er beim Al Qadsiah FC in Saudi-Arabien. Wegen der strengen muslimischen Gesetze im Land sind weitere Alkohol-Exzesse eher unwahrscheinlich.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration