WM-Aus für Schottland: Trainer Steve Clarke tritt sofort zurück
WM-Aus: Schottland-Trainer Clarke tritt zurück

Schottland ist bei der WM 2026 ausgeschieden – und das, obwohl die Mannschaft am Samstag gar nicht selbst auf dem Platz stand. Weil Kroatien Ghana mit 2:1 besiegte, war das Aus in der Vorrunde auch rechnerisch besiegelt. Nur kurze Zeit später zog Cheftrainer Steve Clarke (62) die Konsequenzen: Er trat mit sofortiger Wirkung zurück. Der schottische Fußballverband bestätigte, dass Clarke innerhalb einer Stunde nach dem Ausscheiden aus dem WM-Quartier in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina abgereist war.

Schottlands WM-Aus besiegelt

Nach der 0:3-Niederlage gegen Brasilien am Mittwoch lag das Schicksal der Schotten nicht mehr in der eigenen Hand. Die Mannschaft musste darauf hoffen, als eines der acht besten drittplatzierten Teams weiterzukommen. Doch die Ergebnisse spielten nicht mit: Südafrika und Ecuador feierten überraschende Siege, und Kroatiens Erfolg gegen Ghana in Gruppe L machte das WM-Aus endgültig.

Clarke hatte Schottland nach zwei aufeinanderfolgenden EM-Qualifikationen erstmals seit 28 Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft geführt. Das Turnier begann vielversprechend mit einem 1:0-Sieg gegen Haiti. Doch Niederlagen gegen Marokko und Brasilien bedeuteten am Ende Platz drei in der Gruppe und das Aus.

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Emotionaler Abschied von Clarke

In einem offenen Brief an die Unterstützer verabschiedete sich Clarke mit emotionalen Worten: „Der emotionalste Teil dieses Abschieds gilt meinen Spielern, ohne die wir all die Erinnerungen, die wir seit 2019 gesammelt haben, nicht hätten. Sie verdienen all das Lob und die Bewunderung, die ihnen zuteilwerden, und es war mir eine Ehre, ihr Trainer sein zu dürfen.“ Er fügte hinzu: „Vielen Dank für die Einladung und viel Glück meinem Nachfolger.“

Die Hoffnungen auf das Weiterkommen waren ohnehin nur noch minimal gewesen. Vor dem Anpfiff gegen Brasilien hatten die von Opta berechneten Chancen noch bei rund 60 Prozent gelegen, doch nach weiteren Ergebnissen zugunsten von Senegal und Iran sanken sie auf nur noch 0,07 Prozent am Samstag. Schottland war damit auf einen 3:0-Sieg Ghanas angewiesen.

Fans begeistert, Team enttäuscht

Die mitgereisten Fans der „Tartan Army“ kamen bei der WM super an und sorgten für Mega-Stimmung in den Stadien und Spielstätten. Auf dem Platz blieb die Mannschaft jedoch hinter den Erwartungen zurück. Nun folgt das endgültige WM-Aus und der Rücktritt des Trainers. Clarke hatte erst kurz vor der WM seinen Vertrag beim schottischen Verband bis 2030 verlängert.

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