Wimbledon-Aus für deutsches Frauen-Trio: Siegemund, Lys, Seidel raus
Wimbledon-Aus für deutsches Frauen-Trio

Ein deutsches Frauen-Trio um die letztjährige Viertelfinalistin Laura Siegemund ist am zweiten Turniertag in Wimbledon ausgeschieden. Ein Jahr nach ihrem märchenhaften Erfolgslauf verpasste Siegemund in der Auftaktpartie ebenso eine Überraschung wie Eva Lys und Ella Seidel.

Siegemund ohne Chance gegen Mertens

Siegemund musste sich der favorisierten belgischen Tennisspielerin Elise Mertens mit 2:6, 4:6 geschlagen geben. „Ich habe heute einfach nicht gut gespielt. Ich habe viele Fehler gemacht. Ich habe mich auch körperlich nicht so gut gefühlt, ich habe mich nicht besonders spritzig gefühlt“, bilanzierte die 38-Jährige. „Nur weil man hier letztes Jahr gut gespielt hat, ist das noch lange kein Selbstläufer.“

Lys und Seidel ebenfalls gescheitert

Lys unterlag der russischen French-Open-Halbfinalistin Diana Schnaider nach einem starken Beginn mit 5:7, 1:6. Seidel wartet nach einem 4:6, 3:6 gegen die an Position neun gesetzte Tschechin Linda Noskova weiter auf ihren ersten Hauptrundensieg bei einem Grand-Slam-Turnier.

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Hanfmann: „Alle happy“

Yannick Hanfmann war dagegen glücklich über seinen erstmaligen Zweitrunden-Einzug beim Londoner Rasenklassiker. Der Karlsruher behauptete sich in seinem unangenehmen Auftaktmatch gegen den französischen Aufschlagspezialisten Giovanni Mpetshi Perricard mit 6:7 (6:8), 7:6 (11:9), 6:2, 6:3. Nun trifft er nach seinem Erfolg in 2:41 Stunden am Donnerstag auf Karen Chatschanow aus Russland.

„Das bedeutet mir sehr viel. Ich habe ein paar Freunde hier. Die sind alle happy und trinken wahrscheinlich noch ein, zwei Bierchen“, sagte Hanfmann bei Prime. „Vielleicht feiere ich heute auch noch ein bisschen.“

Hanfmann dreht nach Frustmoment die Partie

Knackpunkt war der gewonnene zweite Satz. Hanfmann leistete sich zunächst eine Schwäche bei eigenem Aufschlag, kassierte das Break zum 3:4. In der Pause beim Seitenwechsel ließ er seinen Ärger an seinem Käppi aus, mit dem er mehrmals auf die Bank schlug. Im Tiebreak stand der Weltranglisten-56. zwar kurz vor dem nächsten Satzverlust, holte sich aber doch den zweiten Durchgang und stellte sich dann immer besser auf den Aufschlag seines Kontrahenten ein.

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