Vor rund einem Jahr verließ Sandro Wagner den Deutschen Fußball-Bund (DFB), um beim FC Augsburg als Cheftrainer anzuheuern. Wehmut über den Abgang verspürt der 38-Jährige jedoch nicht. Das erklärte er nun in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Keine Reue trotz verpasster WM
Wagner hatte noch bei der Heim-Europameisterschaft 2024 als Co-Trainer von Bundestrainer Julian Nagelsmann an der Seitenlinie gestanden. Nun verpasst er mit der Weltmeisterschaft in Nordamerika ein großes Highlight. Ob ihn das ärgere? „Ganz ehrlich: Keine Sekunde“, sagte Wagner. „Aber nicht, weil es mir beim DFB keinen Spaß gemacht hätte – das war eine tolle Zeit mit der Heim-EM als Höhepunkt.“
Lob für Nagelsmann und die Mannschaft
Für das, was er mit der Nationalmannschaft erlebt hatte, fand Wagner ausschließlich lobende Worte. „Für einen jungen Trainer wie mich war es der Hammer, mit einem inhaltlich guten Trainer wie Julian arbeiten zu können und unter Druck Topspieler zu trainieren wie Toni Kroos, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan, Toni Rüdiger, Flo Wirtz, Jamal Musiala und all die anderen“, schwärmte Wagner. Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler sei eine „Riesenbereicherung“ für ihn gewesen.
Der Wechsel zum FC Augsburg
Nach zwei Jahren an der Seite von Nagelsmann hatte Wagner sein Kapitel beim DFB nach der Nations League im Mai 2025 beendet und war zum FC Augsburg gewechselt. Dort startete er seine Trainerkarriere auf höchster Vereinsebene und unterschrieb einen Vertrag bis 2028. Doch der Schritt weg vom DFB entpuppte sich als Fehltritt: Nach nur zehn Punkten aus den ersten zwölf Ligaspielen und dem frühen Aus im DFB-Pokal trennte sich der FCA im Dezember bereits wieder von Wagner. Auch abseits des Platzes sorgte er mit diskussionswürdigen und teils als übertrieben empfundenen Aussagen für negative Schlagzeilen.
Blick nach vorn: Noch kein neuer Verein
Einen neuen Verein hat der achtmalige Nationalspieler indes noch nicht gefunden, was ihn jedoch nicht stresst. „Ich hätte auch schon wieder arbeiten können, wenn ich das gewollt hätte, aber ich finde es gerade ganz reizvoll, Gespräche zu führen“, erklärte Wagner seine Zukunftspläne. Er betonte, dass er keine Eile habe, eine neue Herausforderung zu finden, und die Zeit nutze, um sich weiterzuentwickeln.



