Der erste Punktgewinn für Marie-Luise Eta (34) bleibt aus! Auch das zweite Spiel unter der neuen Trainerin verliert Union Berlin – mit 1:3 gegen RB Leipzig.
Besonders wird es vor allem am Spielfeldrand: Während die Leipzig-Profis auf dem Platz schwitzen, rennt RB-Boss Oliver Mintzlaff (50) auf einem Laufband. Hintergrund ist der „Wings for Life World Run“, den die Gastgeber bewerben. Damit Mintzlaff trotz eingeschränktem Blick aufs Feld nichts entgeht, steht neben dem Laufband ein Monitor.
Frühe Führung für Leipzig
22. Minute: Unions Querfeld klärt den Ball zwar aus dem Strafraum, der landet aber bei Max Finkgräfe (22). Der Verteidiger knallt die Kugel aus knapp 20 Metern Entfernung an Rönnow vorbei in den Kasten – es ist nicht nur sein erstes Tor im Leipzig-Dress. Finkgräfe vergräbt das Gesicht in den Händen, streckt dann die Finger gen Himmel.
25. Minute: Wieder patzt Querfeld! Nach einem langen Abschlag von Vandevoordt köpft er den Ball in den Lauf von Romulo. Der schiebt ihn ins leere Tor ein. Und Eta? Die Trainerin ist gar nicht zufrieden! Und zeigt das ganz deutlich: Motzend steht die erste Trainerin der Bundesliga-Geschichte an der Seitenlinie.
Mintzlaff will nicht gestört werden
Bei beiden Treffern legt Mintzlaff auf dem Laufband eine Pause ein, schaut sie sich nochmal in Zeitlupe auf seinem Monitor an. Andere Ablenkung erlaubt der RB-Boss nicht. In der Halbzeitpause erzählt er am Stadionmikro: „Zwischendurch haben Gomez und Klopp aus Brasilien angerufen. Da habe ich gesagt, wenn sie mich noch mal stören, müssen sie noch mal 10.000 Euro für die Stiftung spenden. Bis jetzt haben sie nicht noch mal angerufen.“
Torwart-Debüt für Union
Für Union und Eta wird es noch bitterer: Stammkeeper Frederik Rönnow verletzt sich bei einem Abschlag (29.). Weil auch Ersatzkeeper Raab verletzt ist, kommt Carl Klaus (32) zu seinem Bundesliga-Debüt! Der kassiert auch noch sein erstes Gegentor. Ein durchgefädelter Pass von Diomandé findet Ridle Baku, der den Ball an Klaus vorbei ins Tor bringt (63.) Immerhin: Ein Tor ihres Teams sieht Eta noch. Verteidiger Doekhi köpft die Eisernen zum 1:3 (78.).



