Mega-Razzia erschüttert tschechischen Fußball: Über 40 Personen im Visier der Ermittler
Nach dreijährigen Ermittlungen hat die tschechische Polizei in einer großangelegten Razzia zugeschlagen. Mehrere Dutzend Personen wurden vorübergehend festgenommen, darunter Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter und Vereinsvertreter. Der Verdacht: systematische Spielmanipulation und Wettbetrug im professionellen Fußball.
Alle Ligen bis hin zum Nachwuchs betroffen
Laut Berichten des Nachrichtenportals iSport.cz erstrecken sich die Ermittlungen auf alle Ebenen des tschechischen Fußballs – von der vierten Liga bis hin zur ersten Liga. Sogar Nachwuchswettbewerbe sollen in den Skandal verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft hält sich mit weiteren Details aus taktischen Gründen noch zurück, bestätigte jedoch den Großeinsatz an verschiedenen Orten im Land.
Der tschechische Fußballverband FACR, der rund 250.000 Sportler in etwa 3.500 Vereinen vertritt, berief umgehend eine außerordentliche Vorstandssitzung ein. Verbandspräsident David Trunda betonte bei einer Pressekonferenz am Dienstag die volle Kooperationsbereitschaft mit den Behörden. „Ich tue alles, damit die Wettmafia aus dem Umfeld des tschechischen Sports verschwindet“, erklärte Trunda entschlossen.
Internationale Zusammenarbeit und Disziplinarverfahren
Die Ermittlungen erfolgten in enger Abstimmung mit internationalen Organisationen wie Europol und Interpol. Im Fokus stehen verdächtige Spiele, die seit dem Jahr 2023 stattgefunden haben. Parallel zu den polizeilichen Maßnahmen hat die Ethikkommission des Verbands bereits 47 Disziplinarverfahren eingeleitet.
iSport.cz bezeichnete die Aktion als „größte Polizeirazzia in der Geschichte des tschechischen Fußballs“. Die Dimensionen des Falls verdeutlichen die systematische Durchdringung des Sports durch kriminelle Strukturen. Die tschechischen Behörden demonstrieren mit diesem entschlossenen Vorgehen ihre Entschlossenheit, die Integrität des Fußballs wiederherzustellen.



