Nico Schlotterbeck hat nach seiner schweren Knöchelverletzung und dem daraus resultierenden WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen sehr privaten Einblick in seine Gefühlswelt gegeben. „Im Moment geht es mir einfach richtig scheiße. Ich bin enttäuscht, leer und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das alles verarbeiten soll“, schrieb der Innenverteidiger von Borussia Dortmund in einem Instagram-Beitrag. Der 26-Jährige hatte sich im zweiten WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) einen Bänderriss im linken Knöchel zugezogen und muss das Turnier tatenlos von der Seitenlinie verfolgen.
Comeback-Versprechen des Dortmunders
Gleichzeitig kündigte Schlotterbeck an, alles für ein schnellstmögliches Comeback geben zu wollen. „Aber eines kann ich euch versprechen!!! Ich werde auch diese Verletzung überstehen, alles dafür tun, noch stärker zurückzukommen als je zuvor und nicht aufhören, bis ich wieder auf dem Platz stehe“, schrieb er. Die DFB-Mediziner gehen derzeit von einer mehrmonatigen Pause aus. Besonders bitter ist der Ausfall auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann, da Schlotterbeck der einzige Linksfuß in der Innenverteidigung war und für den Spielaufbau eine wichtige Rolle spielte.
Emotionale Worte und Vorgeschichte
„Es fühlt sich an, als wäre in den letzten Tagen alles zusammengebrochen, wofür ich so lange gearbeitet habe. Dass wir so aus diesem Turnier gehen, tut unfassbar weh. Und ich werde nicht so tun, als wäre jetzt plötzlich wieder alles normal“, schrieb Schlotterbeck. „Am meisten macht es mich fertig, dass ich der Mannschaft wegen meiner Verletzung nicht so helfen konnte, wie ich es mir vorgenommen hatte.“ Bereits im Vorjahr war der Dortmunder wegen einer Meniskusverletzung mehrere Monate ausgefallen. Nun muss er erneut eine lange Reha absolvieren, um wieder auf den Platz zurückzukehren.



