Ein Musiklehrer aus dem US-Bundesstaat New York hat gestanden, seine Schwägerin ermordet zu haben. Joseph Horner (27) tötete die 25-jährige Victoria Castle am 29. Juni 2026 in North Massapequa. Die Staatsanwaltschaft von Nassau County wirft ihm vor, die Frau über Jahre hinweg gestalkt und schließlich in eine Falle gelockt zu haben.
Tatablauf: Vorwand mit einem Klavier
Laut Polizei rief Horner am Montagmorgen um 8.44 Uhr selbst den Notruf an und gestand die Tat. Der Lehrer, der an der Oceanside High School unterrichtete, wurde daraufhin in seiner Wohnung festgenommen. Er gab an, seine Schwägerin seit 2017 heimlich verfolgt zu haben. Seine Frau war zum Zeitpunkt der Tat auf einem Junggesellinnen-Abschied. Horner nutzte die Abwesenheit, um Castle unter dem Vorwand, ihm beim Verschieben eines schweren Klaviers zu helfen, in seine Wohnung zu locken. Dort griff er sie von hinten an, würgte sie bewusstlos und verging sich an ihr. Die junge Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie für tot erklärt wurde. Nur drei Tage zuvor hatte Castle auf Instagram ein Foto mit der Unterschrift „The best is yet to come“ („Das Beste kommt erst noch“) gepostet.
Anklage und Verteidigung
Joseph Horner sitzt in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf Mord zweiten Grades, was im deutschen Recht Totschlag entspricht. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm 25 Jahre bis lebenslänglich. Sein Anwalt Gregory Grizopoulos bezeichnete die Anschuldigungen als „sehr beunruhigend“ und betonte, sie stünden „in krassem Gegensatz zu dem liebenswerten Ruf als Lehrer, den er bei Schülern und Kollegen genoss“. Trotz seines anfänglichen Geständnisses plädiert Horner auf nicht schuldig.
Hintergrund und Auswirkungen
Der Fall hat in der Gemeinde North Massapequa für Entsetzen gesorgt. Victoria Castle war Doktorandin und stand kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion. Ihre Familie und Freunde sind zutiefst erschüttert. Der Schulbezirk Oceanside hat Horner mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Die Ermittlungen dauern an.



