Rangnick vor Algerien: „Werden nicht auf Remis spielen“
Rangnick: „Werden nicht auf Remis spielen“

Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick hat vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Algerien klargestellt, dass seine Mannschaft nicht auf ein Unentschieden spielen wird. „Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben“, sagte Rangnick mit Blick auf die Konstellation, dass beiden Teams am Sonntag (4.00 Uhr MEZ) in Kansas City ein Punkt zum Weiterkommen reichen würde. „Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen“, betonte der 66-Jährige.

Die Ausgangslage in Gruppe C

Österreich und Algerien treffen im letzten Gruppenspiel aufeinander. Neben ihnen bestreiten auch das bereits für die K.o.-Runde qualifizierte Argentinien und das schon ausgeschiedene Jordanien ihre letzten Partien. Bei der Mega-WM mit 48 Teams, bei der auch die acht besten Gruppendritten weiterkommen, wissen alle Beteiligten genau, was für das Weiterkommen reicht. Schon jetzt ist quasi sicher, dass beiden Teams ein Remis genügt. Allerdings könnte der Gruppenzweite im Achtelfinal auf Spanien treffen, während der Gruppendritte möglicherweise gegen die Schweiz und damit einen leichteren Gegner bekommen würde. Diese Konstellation könnte taktische Überlegungen begünstigen.

Petkovic warnt vor voreiligen Schlüssen

Algeriens Coach Vladimir Petkovic sieht solche Spekulationen jedoch mit Vorsicht. „Auf dem Papier sind einige Teams stärker. Aber diese WM hat gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die besseren Teams die schlechteren auch schlagen“, sagte der 60-Jährige. Er erinnerte an die „Schande von Gijón“ bei der WM 1982, als Deutschland und Österreich sich praktisch auf ein 1:0 für die DFB-Elf geeinigt hatten, das beide Teams weiterkommen ließ. Leidtragende waren damals die Algerier. Rangnick spielte das Thema jedoch herunter: „Damals war noch kein Spieler, der nun auf dem Platz steht, auf der Welt. Ich war damals 24 Jahre alt und war gerade zum SSV Ulm gewechselt. Das zeigt, wie lang das her ist. Unsere Spieler werden es zuletzt auch erst in den Zeitungen wahrgenommen haben.“

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Fazit: Kampfansage statt Taktieren

Rangnick machte deutlich, dass Österreich von Beginn an auf Sieg spielen wird. „Wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen“, wiederholte er. Die Partie verspricht Spannung, denn beide Teams haben noch alle Chancen auf das Achtelfinale. Die Fans dürfen sich auf einen offenen Schlagabtausch freuen, bei dem taktische Absprachen keine Rolle spielen sollen.

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