Der FC Hansa Rostock hat am 35. Spieltag der 3. Fußball-Liga eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Vor heimischer Kulisse im Ostseestadion unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann dem SSV Jahn Regensburg deutlich mit 2:5 (0:3). Damit dürften die Aufstiegsträume der Norddeutschen endgültig geplatzt sein.
Desolate erste Halbzeit der Rostocker
Vor 25.886 Zuschauern zeigte Hansa eine der schwächsten Saisonleistungen. Die erste Hälfte war geprägt von ideenlosem Ballbesitz und großen Defensivproblemen. Regensburg nutzte die Nachlässigkeiten eiskalt aus und führte zur Pause verdient mit 3:0. Die Gegentore fielen nach einem Einwurf (12.), einem Konter (43.) und einem weiteren Konter in der Nachspielzeit (45.+5). Nach dem dritten Treffer protestierten die Rostocker heftig wegen eines angeblichen Fouls an Viktor Bergh, woraufhin Sportdirektor Amir Shapourzadeh die Rote Karte sah (45.+6). Die Fans quittierten den Auftritt mit einem gellenden Pfeifkonzert.
Dreifachwechsel und kurze Hoffnung
Trainer Brinkmann reagierte mit einem Dreifachwechsel zur Pause: Mejdr, Kunze und Lebeau blieben in der Kabine, dafür kamen Neidhart, Hummel und Krauß. Doch zunächst kassierte Hansa das 0:4 durch Hottmann (49.), der seinen dritten Treffer erzielte. Dann wendete sich das Blatt kurzzeitig: Kinsombi erzielte das 1:4 (51.), und fünf Minuten später erzwang Krauß ein Eigentor von Wurm zum 2:4 (56.). Die Rostocker drängten auf den Anschluss, doch Hummel und Gürleyen (beide 61.) sowie Krauß (66.) vergaben gute Chancen. Regensburg stabilisierte sich und machte mit einem Konter zum 5:2 durch Hottmann (86.) alles klar.
Fans reagieren mit Unmut
Nach dem Abpfiff brandete erneut ein gellendes Pfeifkonzert auf. Angesichts der hohen Erwartungen und der enttäuschenden Leistung war die Reaktion der Fans verständlich. Mit 25.886 Zuschauern war das Ostseestadion erneut gut gefüllt, doch die Mannschaft konnte die Unterstützung nicht in Punkte ummünzen.
Spielverlauf und Aufstellungen
FC Hansa: Uphoff - Mejdr (46. Neidhart), Gürleyen, Carstens, Bergh (74. Wallner) - Kunze (46. Hummel, V), Schuster, Dietze - Lebeau (46. Krauß) - Voglsammer (V), Kinsombi
Tore: 0:1 Schönfelder (12.), 0:2 Hottmann (43.), 0:3 Hottmann (45.), 0:4 Hottmann (49.), 1:4 Kinsombi (51.), 2:4 Wurm (56./Eigentor), 2:5 Hottmann (86.)
Mit diesem Debakel haben sich die Rostocker wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Drei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsplätze bereits sieben Punkte. Die Leistungen der letzten Partien lassen zudem Zweifel an der Qualität des Kaders aufkommen.



