Am Freitag haben sich mehrere Dutzend Fahrradfahrer in Kritzkow und Güstrow versammelt, um für den Bau eines Radweges an der viel befahrenen Bundesstraße 103 zu demonstrieren. Der Protest war deutlich sichtbar: Die Teilnehmer fuhren von Kritzkow in Richtung Barlachstadt und von Güstrow aus nach Kritzkow. Organisator André Burmeister berichtete, dass sich in Kritzkow neben engagierten Einwohnern auch Vertreter der Stadt Laage einfanden. Die Gruppe wuchs während der Fahrt stetig an, sodass sich in den Gemeinden Kuhs und Sarmstorf weitere Radfahrer, darunter auch Kinder, anschlossen.
Mindestens 150 Teilnehmer
Insgesamt beteiligten sich mindestens 150 Menschen an der Aktion. Auch Jana und Christoph aus Suckow waren dabei. Sie betonten die Gefahr für Radfahrer und Autofahrer, besonders im Berufsverkehr. Unter den Teilnehmern befanden sich mehrere Politiker, die Unterstützung zusagten und dem Anliegen neuen Nachdruck verleihen wollen.
Langjähriges Engagement
Seit rund 30 Jahren fordern Kritzkower und Güstrower einen durchgehenden Radweg an der B 103, vor allem für die Sicherheit ihrer Kinder. Willi Marquardt, ehemaliger Bürgermeister von Sarmstorf und fast 90 Jahre alt, engagiert sich seit der Wende für dieses Ziel. Seine Teilnahme unterstrich die langjährige Bedeutung des Anliegens.
Erste Fortschritte
Der Protest zeigt nun erste Erfolge: Laut einer Priorisierungsliste des Infrastrukturministeriums soll ein erster Abschnitt bis 2027 angegangen werden. Es handelt sich um einen sechs Kilometer langen Teil vom Güstrower Ortsausgang bis nach Kuhs. Das Straßenbauamt Stralsund arbeitet an einer Entwurfsplanung. Danach müssen Fragen des Naturschutzes und des Grunderwerbs geklärt werden. Erst dann kann Baurecht hergestellt und ein Baufenster geplant werden.
Für den Abschnitt Kuhs-Kritzkow gibt es ebenfalls erste Schritte. Die Vorplanung ist abgeschlossen, die Entwurfsplanung hat begonnen. Der Bau ist für den Zeitraum 2028 bis 2032 vorgesehen.



