Nummer 10 bleibt für Musiala reserviert trotz Verletzungspause
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet ins WM-Jahr mit einer symbolischen Geste: Jamal Musiala muss seine traditionsreiche Trikotnummer 10 nicht abgeben, obwohl er verletzungsbedingt bei den anstehenden Testspielen fehlt. Der Offensivspieler des FC Bayern München leidet unter einer Stressreaktion in seinem im Vorjahr gebrochenen Bein und wurde daher nicht für die Länderspiele nominiert.
Traditionelle Spielmacher-Nummer bleibt tabu
Laut der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Kaderliste wird die Nummer 10 in Abwesenheit von Musiala nicht an einen anderen Spieler vergeben. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung dieser Rückennummer, die historisch oft von kreativen Spielmachern getragen wird. Die Entscheidung reflektiert den hohen Stellenwert, den Musiala im Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann genießt.
Möglich wurde diese Nummernreservierung durch den spontanen Ausfall von Jamie Leweling vom VfB Stuttgart. Der Stürmer musste aufgrund von Wadenproblemen den Kader verlassen. Ohne diesen Abgang hätte ein Spieler die Nummer 27 tragen müssen, um die 10 exklusiv für Musiala freizuhalten – eine Regelung, die die Flexibilität im Kadermanagement zeigt.
Neue Nummern für Debütanten und Comeback-Spieler
Während Musialas Nummer 10 vakant bleibt, erhalten andere Akteure neue Rückennummern für die Testspiele gegen die Schweiz und Ghana:
- Lennart Karl, der Jungstar des FC Bayern München, trägt bei seinem DFB-Debüt die Nummer 25. In München hat er die einst von Musiala getragene 42 auf dem Trikot.
- Verteidiger Malick Thiaw von AC Mailand bekommt die Nummer 26 im 25 Spieler umfassenden Aufgebot.
- Pascal Groß, der frühere Dortmunder, übernimmt bei seinem Comeback in die Nationalmannschaft die Nummer 5. Diese wurde zuletzt vom angeschlagen fehlenden Aleksandar Pavlović getragen.
Kapitän Joshua Kimmich behält wie gewohnt die Nummer 6, während Torhüter Oliver Baumann die symbolträchtige Nummer 1 erhält – eine klare Zuordnung seiner Rolle als Nummer eins zwischen den Pfosten.
Diese Nummernverteilung unterstreicht nicht nur die Kontinuität im Kader, sondern auch die strategische Planung des DFB für das anstehende WM-Jahr. Die Reservierung der Nummer 10 für Musiala sendet ein starkes Signal der Wertschätzung und des Vertrauens in den talentierten Offensivspieler, der trotz seiner aktuellen Verletzung als zentraler Baustein für die Zukunft der Nationalmannschaft gilt.



