Nagelsmann schließt WM-Teilnahme von ter Stegen nahezu aus: „Chance sehr, sehr, sehr gering“
Nagelsmann: WM-Tür für ter Stegen fast zu

Nagelsmann schließt WM-Teilnahme von ter Stegen nahezu aus

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Tür für eine WM-Teilnahme von Marc-André ter Stegen beinahe geschlossen. Vor dem Testspiel gegen Ghana in Stuttgart ließ der 38-Jährige bei der Frage nach dem Torwartproblem kaum Zweifel aufkommen. Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim ist seine klare Nummer eins, gefolgt von Alexander Nübel vom VfB Stuttgart als Nummer zwei.

„Chance sehr, sehr, sehr gering“

Nagelsmann äußerte sich deutlich zur Situation des verletzten Torwarts: „Ich habe schon gesagt, dass ich aus Respekt ihm gegenüber die Tür nicht ganz zumache. Trotzdem ist die Chance sehr, sehr, sehr gering“, erklärte der Bundestrainer. Der Grund liegt in der Gesamtkonstellation: Ter Stegen hat in den vergangenen Monaten kaum Spielpraxis sammeln können und kämpft aktuell mit einer Oberschenkelverletzung, die ihn wohl bis April außer Gefecht setzt.

Der 33-jährige Torwart des FC Girona ist quasi seit einem Jahr aus dem Spielbetrieb heraus und hat extrem wenig Minuten auf dem Platz verbracht. Nagelsmann betonte, dass diese Gesamtheit der Umstände genau beobachtet werden müsse. Erst kürzlich hatte er noch mit ter Stegen telefoniert und berichtete von einem positiven Austausch: „Es geht ihm an sich gut. Mir gefällt, dass er immer da ist. Wenn wir ihn brauchen oder er irgendwas leisten kann, bietet er das immer an.“

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Schwere Verletzungen und fehlende Spielpraxis

Hinter Marc-André ter Stegen liegen äußerst schwierige Monate. Beim FC Barcelona wurde er als Stammtorhüter abgelöst, nachdem er immer wieder mit schwerwiegenden Verletzungen zu kämpfen hatte – darunter Rückenprobleme und ein Patellasehnenriss. Der Wechsel auf Leihbasis zu Girona im Winter sollte eigentlich die Rückkehr auf die große Bühne und den Sprung in den WM-Kader ermöglichen.

Doch dann folgte die nächste Verletzung. Nagelsmann gab zu bedenken: „Er soll in der Reha Gas geben. Er hat keine riesigen Schmerzen mehr. Schon noch ein bisschen, aber nicht riesig. Aber es dauert einfach alles Zeit. Und er ist jetzt auch keine 21 mehr. Er hat auch ein paar Spiele in den Knochen.“ Die Kombination aus fortgeschrittenem Alter, mangelnder Wettkampfpraxis und der aktuellen Verletzung lässt kaum Raum für Optimismus.

Der Bundestrainer betonte jedoch den respektvollen Umgang mit dem erfahrenen Torwart. Ter Stegen zeige sich stets als Teamplayer, der nicht nur an sich selbst denke, sondern immer auch einen Blick für die Mannschaft habe. Dennoch scheint die WM-Tür für ihn fast vollständig geschlossen.

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