Bundestrainer Julian Nagelsmann ist nach dem enttäuschenden Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft wieder in München gelandet. Ein BILD-Reporter war live vor Ort und dokumentierte die Ankunft des 38-Jährigen am Flughafen.
Rückkehr nach dem WM-Debakel
Die DFB-Elf war bei der WM in der Gruppenphase gescheitert, was als eines der größten Turnier-Debakel der deutschen Fußballgeschichte gilt. Nagelsmann, der erst im September 2024 das Amt von Hansi Flick übernommen hatte, musste die bittere Enttäuschung nun persönlich verarbeiten.
Laut BILD-Berichten zeigte sich Nagelsmann bei der Ankunft sichtlich angeschlagen, aber gefasst. Er vermied es, gegenüber den wartenden Journalisten detaillierte Stellungnahmen abzugeben. „Es war eine schwierige Reise, aber jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen“, zitierte der Reporter eine kurze Aussage des Bundestrainers.
Kritik an Nagelsmanns TV-Auftritt
Bereits vor der Landung hatte Nagelsmann mit einem TV-Auftritt für Aufsehen gesorgt. Experten kritisierten, dass er sich „nicht im Griff“ gehabt habe. In der Sendung war der Bundestrainer emotional aufgetreten und hatte teilweise ausweichend auf Fragen reagiert. „Er hatte sich nicht im Griff“, urteilte ein Fußballexperte im Anschluss.
Die Kritik reiht sich ein in eine Serie von fragwürdigen öffentlichen Auftritten Nagelsmanns während des Turniers. So war auch sein Verhalten bei Pressekonferenzen mehrfach als „rätselhaft“ bezeichnet worden.
Zukunft ungewiss – Vertragsdetails noch offen
Nach dem WM-Aus steht Nagelsmanns Zukunft als Bundestrainer in den Sternen. Zwar hatte der DFB nach der Verpflichtung einen Vertrag bis 2028 vereinbart, doch interne Quellen berichten von einer Ausstiegsklausel, die bei einem frühen Turnieraus greifen könnte. „Es wird nun Gespräche geben, um die weitere Zusammenarbeit zu bewerten“, hieß es aus Verbandskreisen.
Bereits während des Turniers war spekuliert worden, ob Nagelsmann seinen Vertrag vorzeitig beenden könnte. Ein Rätsel um den DFB-Vertrag bleibt bestehen, da konkrete Details bislang nicht veröffentlicht wurden.
Reaktionen aus der Mannschaft
Die Spieler der Nationalmannschaft haben sich bislang zurückhaltend zur Zukunft des Trainers geäußert. Einige Stars betonten jedoch, dass Nagelsmanns Erfolgsrezept nicht infrage gestellt werden dürfe. „Man muss genau hinhören, was er uns mitgibt“, sagte ein DFB-Star, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Kapitän Joshua Kimmich und Offensivtalent Jamal Musiala standen nach dem Turnier besonders in der Kritik. Musiala wurde vorgeworfen, „Kinder-Fußball“ gespielt zu haben, während Kimmichs Führungsqualitäten hinterfragt wurden.
Ausblick: EM 2028 als nächste Bewährungsprobe
Die nächste große Herausforderung für die DFB-Elf ist die Europameisterschaft 2028, die in Deutschland stattfinden wird. Viele Experten sehen in dieser EM die Chance zur Rehabilitation. „Vieles deutet darauf hin, dass diese DFB-Elf bei der EM eine ganz andere Rolle spielen kann“, prognostizierte ein TV-Experte.
Ob Nagelsmann dann noch an der Seitenlinie stehen wird, ist jedoch fraglich. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der DFB an ihm festhält oder einen Neuanfang wagt.



