Bamberg fordert Millionen-Ablöse für Bayern-Trainerkandidat Gavel
Millionen-Ablöse für Gavel: Bamberg pokert hoch

Die BMA365 Bamberg Baskets sind die Überraschungsmannschaft der Easycredit Basketball-Bundesliga. Mit dem Pokalsieg und dem dritten Tabellenplatz haben sie die Konkurrenz aufgeschreckt. Nun droht dem Klub der Verlust seines Erfolgstrainers Anton Gavel. Der 41-jährige Deutsch-Slowake, der bereits 2023 mit Ratiopharm Ulm sensationell Meister wurde, steht beim FC Bayern Basketball als Nachfolger von Svetislav Pešić ganz oben auf der Liste. Gavel soll seinem Chef bereits mitgeteilt haben, dass er zu einem Euroleague-Klub wechseln möchte.

Exklusiv-Interview mit Bamberg-Boss Philipp Höhne

Im Gespräch mit BILD äußert sich Bamberg-Boss Philipp Höhne (39) zu den Gerüchten und dem möglichen Abgang seines Trainers. Auf die Frage, ob die Bayern bereits angefragt haben, antwortet Höhne: „Nein. Abgesehen von Gesprächen mit dem ein oder anderen Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle oder dem Staff, habe ich von einem Bayern-Verantwortlichen schon sehr lange nichts mehr gehört.“

Auf konkrete Anfragen anderer Vereine angesprochen, sagt er: „Nicht aus der BBL, aber – und das ist wenig verwunderlich, so wie wir in dieser Saison auftreten – aus dem europäischen Ausland schon.“

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Ablösesumme im siebenstelligen Bereich

Höhne betont, dass man Gavel bei einem Angebot eines Euroleague-Vereins nicht im Stich lassen werde: „Wir würden einer Vertragsauflösung nach dieser Saison zustimmen, wenn Anton ein Angebot für die Headcoach-Position eines Euroleague-Vereins erhält. Das ist ein Spiel-Level, das wir ihm in Bamberg nicht bieten können, und wir wollen ihm diese Gelegenheit auch nicht verwehren.“

Allerdings macht der Boss klar, dass Gavel nicht ablösefrei gehen wird: „Anton hat einen fixen Vertrag für die kommende Saison ohne irgendwelche Ausstiegsklauseln. Dementsprechend müsste hierfür natürlich eine Ablösesumme fließen.“ Auf die Frage nach der Höhe – im Vergleich zu den über 20 Millionen Euro, die die Bayern-Fußballer einst für Julian Nagelsmann zahlten – sagt Höhne: „Nochmal: Bayern München hat sich bei mir nicht gemeldet, aber natürlich gilt für die das Gleiche wie auch für andere Euroleague-Klubs. Im Prinzip geht es bei dem Betrag um Schadensbegrenzung für uns. Aber ad hoc gesagt müsste dieser Betrag schon im siebenstelligen Bereich liegen.“

Er begründet die hohe Summe mit den Mehrkosten, die durch den späten Wechsel entstehen: „Wir müssen in diesem Fall nicht nur kurzfristig einen neuen Headcoach finden, sondern mit ihm auch die Kaderplanung neu aufrollen. Man darf nicht vergessen, dass dies ein Prozess ist, der schon seit mehreren Monaten im Hintergrund läuft und bei anderen BBL-Klubs bereits nahezu abgeschlossen ist. Das ist mit Mehrkosten verbunden, und je länger die Trainerdiskussion dauert, umso teurer wird es.“

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