Messi-Gala gegen Algerien: Rote Karte übersehen? Kontroverse um Foul
Messi-Gala: Rote Karte übersehen? Kontroverse um Foul

Lionel Messi hat beim WM-Auftaktspiel des Titelverteidigers Argentinien gegen Algerien eine beeindruckende Drei-Tore-Gala hingelegt. Doch im Nachgang sorgt eine Szene aus der ersten Halbzeit für hitzige Diskussionen: Hätte der 38-jährige Superstar nach einem Foulspiel vielleicht vom Platz gestellt werden müssen?

Foul an Aissa Mandi: Tritt von hinten

In der 31. Minute trat Messi seinem algerischen Gegenspieler Aissa Mandi von hinten in die Wade und Achillessehne. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung, auch der Video-Assistent (VAR) griff nicht ein. Dies rief Experten auf den Plan.

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter und TV-Experte Patrick Ittrich zeigte sich bei MagentaTV überzeugt: „Für mich ist das eine Rote Karte. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde.“ Auch ARD-Experte Thomas Hitzlsperger kommentierte: „Das ist mindestens eine Gelbe Karte. Da hat er deutlich überzogen, das war ein Tritt in die Wade, da hätte er schon Gelb verdient gehabt.“

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Ittrich: „Regeltechnisch eine Rote Karte“

Ittrich analysierte die Szene genauer: Messi habe „nullkommanull“ die Chance gehabt, an den Ball zu kommen, und das Trefferbild habe „übel“ ausgesehen. Zwei von drei Kriterien für eine Rote Karte seien erfüllt gewesen. „Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik“, so Ittrich. Deshalb habe sich wohl auch der VAR nicht gemeldet. „Das ist aber eigentlich regeltechnisch eine Rote Karte. Wenn ich das so auf dem Platz wahrgenommen hätte, hätte ich Rot gegeben. Wenn der Schiedsrichter Rot gezeigt hätte, wäre das safe nicht zurückgenommen worden“, betonte er.

Messi stellt WM-Rekord ein

Bei einem Platzverweis hätte Messi nach seinem ersten Tor in der 17. Minute nicht mit zwei weiteren Treffern in der 60. und 76. Minute glänzen können. So aber traf der argentinische Kapitän noch zweimal und stellte damit den WM-Rekord von 16 Toren des Deutschen Miroslav Klose ein. Die Kontroverse um das Foul wird die Fußballwelt jedoch noch länger beschäftigen.

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