Die Aufarbeitung eines schweren Psychoterror-Falls im Deutschen Handballbund (DHB) ist gescheitert. Eine ehemalige Kommission, die mit der Untersuchung betraut war, hat ihre Arbeit eingestellt und kritisiert nun den Verband scharf.
Die Kommission war eingesetzt worden, um Vorwürfe von psychischem Missbrauch und Machtmissbrauch im Handball zu untersuchen. Nach monatelanger Arbeit zog sie jedoch den Schluss, dass eine unabhängige und vollständige Aufklärung nicht möglich sei.
In einer Stellungnahme werfen die ehemaligen Kommissionsmitglieder dem DHB mangelnde Kooperation und Transparenz vor. Der Verband habe die Arbeit behindert und Informationen zurückgehalten, was eine gründliche Untersuchung unmöglich gemacht habe.
Der DHB selbst bedauert das Scheitern der Kommission, betont aber, alle notwendigen Informationen bereitgestellt zu haben. Man werde nun interne Wege prüfen, um die Vorfälle aufzuarbeiten.
Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über Machtstrukturen im deutschen Spitzensport ausgelöst. Betroffene Athleten hatten von jahrelangem Psychoterror und Einschüchterung berichtet.



