Köln-Trainer Kwasniok kritisiert Medien und verteidigt El Mala vor Fan-Wut
Kwasniok kritisiert Medien und verteidigt El Mala

Köln-Trainer Kwasniok übt scharfe Medienkritik und verteidigt El Mala

Die Situation beim FC Köln ist angespannt, und Trainer Lukas Kwasniok (44) nutzte die Pressekonferenz vor dem Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr/Sky), um deutliche Worte zu finden. Im Fokus steht dabei sein junger Star Said El Mala (19), der nach einer Erkältungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und für das Derby zur Verfügung steht.

El Malas Rückkehr und DFB-Dämpfer

Die gute Nachricht für den FC Köln ist, dass Said El Mala nach seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung zurück im Training ist und im wichtigen Rhein-Derby eingesetzt werden kann. Der Offensivspieler, der in dieser Saison bereits neun Ligatore und vier Vorlagen erzielt hat, stellt eine zentrale Figur im Kampf gegen den Abstieg dar. Allerdings erhielt El Mala einen Dämpfer vom DFB: Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) nominierte ihn nicht für die kommenden Länderspiele der A-Nationalmannschaft gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März). Stattdessen wurde er ins U21-Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele gegen Nordirland (27. März) und Griechenland (31. März) berufen.

Kwasniok äußerte sich zurückhaltend zu dieser Entscheidung: „Da gibt es für mich keine Bewertung. Der Bundestrainer hat so entschieden.“ Er betonte jedoch seine Zufriedenheit mit El Malas Entwicklung: „Ich bewerte Saids Leistung und Entwicklung hier. Und mit der bin ich äußerst einverstanden und zufrieden. Alles andere liegt ja nicht in meiner Hand. Fakt ist natürlich: Er macht eine Entwicklung. Der andere Fakt ist: Wir haben in Deutschland sehr viele gute Spieler, gerade im Offensivbereich – und Said ist einer davon.“

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Medienschelte und Fan-Wut als zentrale Themen

Konkreter wurde Kwasniok bei seiner Kritik an der Medienberichterstattung. In den vergangenen Tagen hatten SPORT BILD und BILD enthüllt, dass die Familie von Said El Mala ihr Einverständnis für Transfergespräche mit dem englischen Klub Brighton gegeben habe. Kwasniok zeigte sich genervt von der allgegenwärtigen Thematik, die den sportlichen Fokus auf den Abstiegskampf überstrahlt. „Ich habe die Berichterstattung erst vor einer halben Stunde mitbekommen“, sagte er zunächst, um dann ausführlich Stellung zu beziehen.

Der Trainer holte zur großen Medien-Schelte aus: „Ich glaube, wir hätten alle mehr von Said, wenn wir weniger drüber berichten würden.“ Er kritisierte, dass auf der Derby-Pressekonferenz nur zwei Fragen zu Gladbach, aber fünf zu El Mala gestellt wurden. Dies verdeutliche, wie sehr die Person des jungen Spielers im Mittelpunkt steht.

Besonders besorgt zeigte sich Kwasniok über die Reaktionen einiger Fans. Nach Bekanntwerden der möglichen Brighton-Zusage wurde El Mala in sozialen Netzwerken beschimpft. Kwasniok sagte dazu: „Es führt offensichtlich dazu, dass ein 19-jähriger Spieler, wo wir alle sagen, den müssen wir schützen, jetzt in der komischen sozialen Welt durchbeleidigt wird.“ Er machte deutlich, dass dieser Umgang mit einem jungen Talent inakzeptabel sei und forderte mehr Schutz für El Mala.

Sportliche Bedeutung des Derbys

Für Kwasniok hat das anstehende Rhein-Derby eine existenzielle Bedeutung. Ein Sieg gegen Gladbach könnte nicht nur wichtige Punkte im Abstiegskampf bringen, sondern auch seine Position als Trainer des FC Köln festigen. Die Konzentration auf das sportliche Geschehen wird jedoch durch die anhaltende Diskussion um El Mala erschwert. Kwasniok betonte, dass die Mannschaft fokussiert bleiben müsse, um die sportlichen Ziele zu erreichen.

Insgesamt zeigt die Situation die Herausforderungen im modernen Profifußball: Ein junges Talent wie Said El Mala steht im Spannungsfeld zwischen sportlicher Entwicklung, medialer Aufmerksamkeit und öffentlicher Kritik. Kwasnioks deutliche Worte unterstreichen den Druck, unter dem Spieler und Trainer gleichermaßen stehen, während der FC Köln weiter um den Klassenerhalt kämpft.

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