FC Carl Zeiss Jena gewinnt irres Thüringen-Derby im Elfmeterschießen gegen Erfurt
Jena triumphiert im irren Thüringen-Derby nach Elfmeterschießen

Historischer Derby-Sieg: Jena beendet Fluch im Steigerwaldstadion

Das Steigerwaldstadion in Erfurt war am 29. März 2026 Schauplatz eines Fußballspektakels, das in die Annalen des Thüringer Fußballs eingehen wird. Im Halbfinale des Thüringer Landespokals besiegte der FC Carl Zeiss Jena den FC Rot-Weiß Erfurt mit 9:7 im Elfmeterschießen nach einem 5:5 nach Verlängerung. Für die 15040 Zuschauer im ausverkauften Stadion bot sich ein atemberaubendes Schauspiel.

Verspäteter Start und torreicher Beginn

Die Partie begann mit zwanzigminütiger Verspätung, da eine Choreografie der Jenaer Fans einen Fluchtweg blockierte und die Feuerwehr keine Freigabe erteilte. Doch einmal angepfiffen, entwickelte sich sofort ein furioses Tempo. Justin Schau brachte Jena bereits in der dritten Minute mit 0:1 in Führung, doch Maxime Awoudja egalisierte per Elfmeter in der siebten Minute. Kevin Lankford stellte mit seinem Treffer zum 2:1 in der elften Minute die alte Führung wieder her, bevor Obed Ugondu in der 31. Minute erneut ausglich. Noch vor der Pause sorgte Lankford mit seinem zweiten Tor für die 2:3-Führung der Gäste.

Verlängerung und Elfmeterdrama

Nach der Pause setzten beide Teams das Offensivfeuerwerk fort. Til Linus Schwarz erzielte in der 54. Minute den 3:3-Ausgleich für Erfurt. Zehn Minuten vor Schluss schien ein Eigentor von Sören Reddemann die Entscheidung zugunsten des RWE zu bringen, doch Nicolas Wähling traf in der 86. Minute zum 4:4. In der Verlängerung ging Jena durch Kevin Lankford erneut in Führung, bevor Wähling in der 111. Minute unabsichtlich zum 5:5-Ausgleich traf.

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Das Elfmeterschießen wurde zum puren Drama. Schiedsrichter Chris Rauschenberg musste nach zwei Schüssen unterbrechen, weil ein Laserpointer aus dem Erfurter Fanbereich auf Jena-Keeper Marius Liesegang gerichtet wurde. Liesegang wurde dennoch zum Matchwinner, parierte zwei Elfmeter und sicherte seinem Team den 9:7-Sieg. Damit endete nach 5849 Tagen Jennas Serie ohne Sieg im Steigerwaldstadion.

Finaleinzug und Ausblick

Im Finale trifft der FC Carl Zeiss Jena am 23. Mai, dem Tag der Amateure, auf den ZFC Meuselwitz, der sich bereits am Samstag mit 3:1 in Bad Frankenhausen durchsetzte. Für Jena ist es die erste Finalteilnahme seit 2024. Dieses Derby wird den Fans beider Vereine noch lange in Erinnerung bleiben als eines der spektakulärsten Duelle der Thüringer Fußballgeschichte.

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