Italien verpasst WM-Qualifikation: Presse tobt nach historischer Blamage gegen Bosnien
Fußball-Italien liegt am Boden. Die Squadra Azzurra hat nach einer dramatischen Qualifikationspleite im Elfmeterschießen gegen Bosnien mit 2:5 nach Elfmetern zum dritten Mal in Folge die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verpasst. Die Presse im eigenen Land reagiert mit Entsetzen und Fassungslosigkeit auf diese historische Blamage und geht scharf mit der einstigen Weltmeistermannschaft ins Gericht.
Italienische Presse spricht von Apokalypse und Totalversagen
Die Reaktionen in den italienischen Medien sind vernichtend. Tuttosport fordert radikale Konsequenzen: „Jetzt müssen alle rausfliegen! Das totale Scheitern. Ein Desaster. Italien sagt zum dritten Mal bitter Lebewohl.“
Gazzetta dello Sport beschreibt die Stimmung als Albtraum: „Wie im schlimmsten Albtraum. Wir hatten die WM-Teilnahme schon fast in der Tasche und mussten zusehen, wie sie uns im Elfmeterschießen noch entrissen wurde. Die Geister der Vergangenheit kehren zurück und spuken in unseren Köpfen.“ Trotz Paraden von Torhüter Donnarumma während der 120 Spielminuten besiegelten Fehler von Pio Esposito und Cristante vom Elfmeterpunkt das Schicksal der Italiener.
Corriere della Sera titelt mit „Apokalypse Italien“ und konstatiert: „Sich zu wehren nützt nichts, Italien ist aus dem Rennen und das kleine, eiserne Bosnien fährt zur WM.“
Corriere dello Sport sieht das Problem systemisch: „Unser Misserfolg ist leider nicht nur ein Flop, der dritte in Folge: Es ist das eklatante Scheitern eines Systems.“
La Stampa spricht von einer Katastrophe und analysiert: „Die Azzurri scheiden zum dritten Mal in Folge aus der WM aus. Das Schlimmste daran ist, dass es genau so richtig ist. Italien hat dieses Spiel praktisch nie gespielt. In Zenica hat sich die Katastrophe vollzogen.“
Internationale Medien zeigen sich fassungslos
Auch international herrscht Fassungslosigkeit über das erneute Scheitern der Italiener. The Guardian aus England kommentiert: „Während die Gastgeber feierten, blieb Italien in seiner ganz eigenen Hölle gefangen – als einziger Weltmeister, der sich nicht für die diesjährige Weltmeisterschaft qualifiziert hat.“
Daily Mail fordert einen radikalen Neuanfang: „Wenn dieses Ergebnis den italienischen Fußball nicht dazu zwingt, alles über den Haufen zu werfen und von vorne anzufangen, dann wird es wohl nichts anderes tun.“
The Sun spricht von einem zwölfjährigen Fluch, der nach der katastrophalen Niederlage gegen Bosnien weiter anhalte. Aus Spanien kommt von AS der knappe Kommentar: „Verdammt noch mal, Italien.“
Marca bezeichnet das dreimalige Fehlen bei Weltmeisterschaften als „das größte Drama im Weltfußball“. Aus Frankreich urteilt L'Equipe: „Der unaufhaltsame Niedergang Italiens, das zum dritten Mal in Folge die WM-Endrunde verpassen wird.“
Historische Niederlage mit weitreichenden Konsequenzen
Die Niederlage im bosnischen Zenica markiert einen historischen Tiefpunkt für den italienischen Fußball. Zum ersten Mal in der Geschichte verpasst eine ehemalige Weltmeistermannschaft drei Weltmeisterschaften in Folge. Die Fehler im entscheidenden Elfmeterschießen gegen das als Außenseiter gestartete Bosnien unterstreichen die Krise, in der sich der italienische Fußball befindet.
Experten sehen in dieser Niederlage nicht nur ein sportliches Scheitern, sondern ein strukturelles Problem des gesamten Systems. Die Forderungen nach einem radikalen Umbau werden lauter, während die italienischen Stars mit der bitteren Erkenntnis leben müssen, erneut nicht bei einem globalen Fußball-Großereignis dabei zu sein.
Die WM-Qualifikation 2026 wird damit zur verlorenen Generation für italienische Fußballspieler, die in den besten Jahren ihrer Karriere stehen. Während Bosnien den historischen Einzug in die Weltmeisterschaft feiert, beginnt in Italien die schmerzhafte Suche nach Antworten und Verantwortlichen für diese beispiellose Serie von Misserfolgen.



