Hjulmand bleibt gelassen: Leverkusens Trainer lächelt Druckfrage weg
Immer wenn es ernst wird, wechselt Kasper Hjulmand ins Englische. So machte es der Leverkusener Trainer am Dienstagmittag in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim HSV. Die Frage nach dem persönlichen Druck nach enttäuschenden Auftritten der Werkself beantwortete der 53-Jährige mit einem Lächeln und den Worten: „Es geht schnell.“
„Ich denke nicht darüber nach“
Hjulmand betonte in seiner typisch ruhigen Art: „Ehrlich gesagt: Ich denke nicht darüber nach. Das mache ich nie. Ich bin nicht hier, um einen Job zu haben.“ Der Däne verwies darauf, dass man ihn diese Frage auch nach den nächsten zehn Spielen stellen könne – egal ob gewonnen oder verloren. Sein Fokus liege darauf, sein Bestes für das Team zu geben.
Statistisch verwies Hjulmand auf die vergangenen Leistungen: „Wir haben eins der letzten zehn Spiele verloren und nur vier Tore kassiert.“ Dennoch räumte er ein: „Natürlich denken wir daran, dass wir etwas besser machen müssen.“
Zustimmung für Quansahs Kritik
Zur Generalkritik von Jarell Quansah nach dem Spiel gegen Mainz sagte Hjulmand: „Ich stimme zu, ich habe natürlich mit ihm gesprochen. Ich weiß, was Jarell meint.“ Der Trainer betonte, dass es nicht an einer fehlenden Spielidee liege, sondern an der Umsetzung bestimmter Phasen.
„Bei mir gibt es 16 Phasen in einem Spiel“, erklärte Hjulmand. „Es ist nicht so, dass uns diese 16 Phasen fehlen würden. Aber ich denke, dass wir ein paar Dinge identifizieren konnten.“ Konkret nannte er das Pressing: „Wir fühlten uns nicht aktiv genug.“
Suche nach Lösungen
Hjulmand gab zu, dass Perfektion schwer zu erreichen sei: „Manchmal suchst du Dinge, um sie perfekt zu machen – aber es ist nie perfekt.“ Stattdessen betonte er die gemeinsame Suche nach Antworten: „Wir suchen nach Lösungen und Antworten. Das gilt für Jarell und auch für mich.“
Konkrete taktische Änderungen wie einen Wechsel von einer Dreier- auf eine Viererkette wollte der Trainer nicht preisgeben. Die kommenden Wochen werden entscheidend: Sechs Spiele in 17 Tagen – vier in der Bundesliga und die Champions-League-Achtelfinal-Duelle gegen Arsenal – bestimmen den Saisonausgang.
Optimismus trotz Herausforderungen
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeigte sich Hjulmand optimistisch: „Ich habe viele gute Dinge in den letzten Spielen gesehen, wir sind nah dran.“ Der dänische Trainer bleibt damit seinem Stil treu: Gelassenheit bewahren, während um ihn herum die Erwartungen und der Druck wachsen.
Die Pressekonferenz endete wie sie begann – mit einem Lächeln und der Gewissheit, dass im Fußballgeschäft alles schnell gehen kann. Hjulmand scheint bereit, dieser Geschwindigkeit mit Ruhe und Konzentration zu begegnen.



