Erleichterung in Berlin: Hertha und Union erhalten DFL-Lizenz
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die ersten Entscheidungen im Lizenzierungsverfahren für die kommende Saison 2026/27 bekannt gegeben. Für die Berliner Klubs Hertha BSC und Union Berlin bedeutet dies: Sie können in der nächsten Spielzeit antreten. Der Ligaverband teilte mit, dass keinem der 36 Lizenzklubs und keinem Bewerber aus der 3. Liga aktuell die Spielberechtigung verweigert wurde.
Auflagen und Bedingungen für einige Vereine
Allerdings müssen einige Klubs bis Anfang Juni bestimmte Bedingungen erfüllen, um im Falle der sportlichen Qualifikation die Lizenz endgültig zu erhalten. Andere Bewerber erhalten die Lizenz entweder unter Auflagen oder ohne Einschränkungen. Welche dieser Kategorien auf Hertha BSC und Union Berlin zutrifft, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich bekannt.
Hertha BSC, der aktuell in der 2. Bundesliga spielt, hatte in den vergangenen Monaten mit erheblichen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Ein zentrales Problem war das negative Eigenkapital, das der Klub in seiner Bilanz ausweisen musste. Die DFL verlangt von Vereinen in solchen Situationen eine schrittweise Zurückführung und Verringerung dieses negativen Eigenkapitals.
Investor A-CAP erfüllt Verpflichtungen
Nach Informationen der BILD-Zeitung kam der Anteilseigner A-CAP seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Hertha BSC nach. A-CAP hatte die Klub-Beteiligung vom zahlungsunfähigen Investor 777 übernommen. Die Vereinbarung sieht vor, dass das negative Eigenkapital so weit ausgeglichen wird, bis es kein Hindernis mehr für die Lizenzierung darstellt.
Diese Entwicklung bedeutet auch für Spieler wie Hertha-Star Fabian Reese (28), dass er weiterhin Profi-Fußball in der Hauptstadt spielen kann. Der Mittelfeldspieler gehört zu den Leistungsträgern des Zweitligisten und wird in der kommenden Saison eine wichtige Rolle im Kader spielen.
Lizenzierungsverfahren im Detail
Das Lizenzierungsverfahren der DFL ist ein streng regulierter Prozess, bei dem Vereine nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche, rechtliche und infrastrukturelle Kriterien erfüllen müssen. Die Lizenz ist Voraussetzung für die Teilnahme am Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga.
Die Tatsache, dass aktuell keinem Verein die Lizenz verweigert wurde, zeigt, dass die meisten Klubs die grundlegenden Anforderungen erfüllen konnten. Allerdings werden die genauen Auflagen und Bedingungen für einzelne Vereine in den kommenden Wochen genauer spezifiziert werden.
Für Hertha BSC bedeutet die Lizenzvergabe eine wichtige Planungssicherheit für die kommende Saison. Der Verein kann nun seine Transferaktivitäten und Vorbereitungen für die Spielzeit 2026/27 konkretisieren. Auch für Union Berlin, der in der Bundesliga antritt, ist die Lizenzierung eine notwendige Formalie, die nun erledigt ist.
Die endgültigen Entscheidungen über die Lizenzen werden Anfang Juni bekannt gegeben, nachdem die Vereine eventuelle Auflagen erfüllt haben müssen. Bis dahin werden sowohl Hertha BSC als auch Union Berlin weiter an der Erfüllung aller Kriterien arbeiten, um ihre Teilnahme am Spielbetrieb abzusichern.



