FC Bayern Amateure nach Pyro-Vorfall mit Punktabzug und Geldstrafe belegt
Das Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat die Amateurmannschaft des FC Bayern München, die in der Regionalliga Bayern antritt, mit einer empfindlichen Strafe belegt. Grund dafür sind pyrotechnische Vorfälle rund um das Auswärtsspiel beim SV Wacker Burghausen am 5. Dezember. Der Verein muss eine Geldstrafe in Höhe von 26.000 Euro zahlen und verliert zudem einen Punkt in der Tabelle. Laut BFV handelt es sich bereits um den zehnten Verstoß des Münchner Anhangs gegen die Platzdisziplin in der laufenden Saison.
Gefährliche Szenen und Spielunterbrechungen
Während der Nachholbegegnung des neunten Spieltags hatten Anhänger des FC Bayern wiederholt pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Diese Aktionen gefährdeten nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Spieler auf dem Feld. Der Schiedsrichter sah sich gezwungen, die Partie zweimal zu unterbrechen, um die Situation zu beruhigen. Das Sportgericht unter Vorsitz von Heiko Loder wertete dies als schwerwiegenden Verstoß und verhängte die Sanktionen, die rechtskräftig sind und bereits in der Tabelle berücksichtigt wurden.
Möglichkeit zur Reduzierung der Strafe
In seinem Urteil weist das Sportgericht Bayern ausdrücklich darauf hin, dass die verhängte Geldstrafe vom handelnden Täter gemäß einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes zivilrechtlich zurückverlangt werden kann. Zudem sieht die Rechts- und Verfahrensordnung (RVO) des Verbandes vor, dass die Strafe binnen eines Jahres bei täterorientiertem Ermitteln auf Antrag reduziert werden kann. Wird der oder die Täter identifiziert, kann die Verantwortung stärker auf diese Personen verlagert werden.
Interessant ist auch: Der Punktabzug könnte in einem solchen Fall möglicherweise rückgängig gemacht werden, wenn der Verein binnen drei Monaten, spätestens jedoch fünf Wochen vor dem letzten Spieltag der Saison, einen entsprechenden Antrag stellt. Dies bietet dem FC Bayern München II eine Chance, die Konsequenzen zu mildern, sofern kooperativ gehandelt wird.
Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Pyrotechnik im Fußball und die strengen Maßnahmen der Verbände, um Sicherheit und Fairplay zu gewährleisten. Für die Amateurmannschaft des Rekordmeisters bedeutet dies einen Rückschlag in der Saison, der ihre Tabellenposition beeinflussen könnte.



